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Harry und Meghan in Kanada? Trudeau hat Angst vor den Kosten

WELT-Logo WELT 14.01.2020
Das Krisentreffen im Landsitz der Royals endete vorläufig mit einem freundlich formulierten Statement der Queen persönlich. Aber was genau steht in diesem Deal? WELT-Reporterin Marie Przibylla berichtet aus Sandringham. Quelle: WELT © WELT Das Krisentreffen im Landsitz der Royals endete vorläufig mit einem freundlich formulierten Statement der Queen persönlich. Aber was genau steht in diesem Deal? WELT-Reporterin Marie Przibylla berichtet aus Sandringham. Quelle: WELT

Keine überstürzten Entscheidungen bitte: Nach der Ankündigung von Prinz Harry und Herzogin Meghan, künftig zeitweise auch in Kanada leben zu wollen, sind nach Ansicht des kanadischen Premiers noch wichtige Fragen offen.

„Ich denke, die meisten Kanadier stehen der Idee, Royals hier zu haben, sehr unterstützend gegenüber. Aber wie das aussieht und welche Art von Kosten das beinhaltet, darüber gibt es noch viele Diskussionen zu führen“, sagte Regierungschef Justin Trudeau dem kanadischen TV-Sender Global News am Montagabend.

Der Herzog und die Herzogin von Sussex hatten überraschend angekündigt, mit ihrem Sohn Archie künftig in Großbritannien und Kanada leben, ein finanziell unabhängiges Leben führen und sich teils von den royalen Pflichten zurückziehen zu wollen. In einem Krisengespräch am Montag hatte Königin Elizabeth II. die Pläne grundsätzlich abgesegnet.

ARCHIV - 19.04.2018, Großbritannien, London: Großbritanniens Prinz Harry (l), Herzog von Sussex, begrüßt Justin Trudeau, Premierminister von Kanada, während des Dinners der Königin beim Treffen der Staats- und Regierungschefs der Commonwealth-Staaten im Buckingham Palace. Nach der Ankündigung von Prinz Harry und Herzogin Meghan, ihr Leben teilweise nach Kanada verlegen zu wollen, sind nach Ansicht des Premiers des Landes noch wichtige Fragen offen. (zu dpa "Leben in Kanada? Trudeau sieht viel Klärungsbedarf wegen Royals") Foto: Matt Dunham/PA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ © dpa ARCHIV - 19.04.2018, Großbritannien, London: Großbritanniens Prinz Harry (l), Herzog von Sussex, begrüßt Justin Trudeau, Premierminister von Kanada, während des Dinners der Königin beim Treffen der Staats- und Regierungschefs der Commonwealth-Staaten im Buckingham Palace. Nach der Ankündigung von Prinz Harry und Herzogin Meghan, ihr Leben teilweise nach Kanada verlegen zu wollen, sind nach Ansicht des Premiers des Landes noch wichtige Fragen offen. (zu dpa "Leben in Kanada? Trudeau sieht viel Klärungsbedarf wegen Royals") Foto: Matt Dunham/PA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein Leben zwischen den Kontinenten – und Sicherheitsleuten

Unklar sind aber Details – etwa, wer für die Sicherheitsvorkehrungen in Kanada aufkommen wird. Kanadischen Medien zufolge dürfte der Schutz von Harry, Meghan und ihres Sohns Archie jährlich rund 1,7 Millionen kanadische Dollar (umgerechnet eine Million Euro) kosten.

Britischen Medienberichten zufolge könnte sich Kanada mit umgerechnet 584.000 Euro pro Jahr daran beteiligen. Auf ihrer neuen Website SussexRoyal hatte das Paar bereits selbst darauf hingewiesen, dass sie sich als „internationally protected people“ sehen und ihnen ein entsprechender Schutz zustehe.

Durch den neuen Jet-Set-Lifestyle, den das Paar zwischen den Kontinenten zu führen gedenkt, dürften die Kosten in Zukunft noch erheblich steigen. Die britische „Daily Mail“ verwies auf ihre neuen Recherchen, wonach beispielsweise die Kosten für Flugsicherheitskräfte, die die britischen Royals bei Flügen begleiten, seit der Heirat des Prinzen mit der US-Schauspielerin bereits signifikant angestiegen seien. Neben den Flügen schlügen auch Entlohnung und Hotelkosten der Mitarbeiter zu Buche.

Im Internet wurde die mögliche Belastung für den kanadischen Steuerzahler bereits kontrovers diskutiert. Einige User adressierten ihren Protest direkt an @JustinTrudeau. „Wenn Kanada auch nur einen Penny für Meghan und Harry zahlt, wenn sie hier leben, dann revoltiere ich“, schrieb etwa eine Frau aus Toronto.

Kanada, wo Meghan lange als Schauspielerin gearbeitet hat, gehört zum Commonwealth. Die britische Queen ist Staatsoberhaupt des Landes. Der britische „Evening Standard“ hatte am Montag berichtet, es gebe eine private Zusicherung Trudeaus an die Queen, dass die Sicherheit der Kleinfamilie gewährleistet sei, wenn diese in Kanada wohne.

Trudeau hingegen sagte „Global News“, die Frage, wer die Sicherheitskräfte bezahlen werde, sei „Teil der Überlegungen, die es noch geben muss“. Dazu müssten Harry und Meghan zunächst weitere Entscheidungen treffen. Allgemein werde ihnen in Kanada aber ein „Gefühl von Wertschätzung“ entgegengebracht, so Trudeau.

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