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Heftige Gefechte im Nordosten von Damaskus

dw.com-Logo dw.com 20.03.2017

Die syrische Armee bombardiert nach Angaben von Aktivisten erneut Rebellenstellungen in der Hauptstadt. Ziel des Angriffs seien die Gruppen, die am Sonntag Damaskus angegriffen hätten.

Heftige Gefechte im Nordosten von Damaskus © picture-alliance/Anadolu Agency/A. Suleyman Heftige Gefechte im Nordosten von Damaskus

Nach Informationen der oppositionsnahen syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte werden seit dem Morgengrauen Stellungen unter Kontrolle der Aufständischen in den Stadtbezirken Dschobar (Artikelbild) und Al-Kabun bombardiert. Die syrische "Regierung und ihre Verbündeten" hätten die Gruppen angegriffen, die am Sonntag eine Attacke in Damaskus gestartet hätten, hieß es. AFP-Korrespondenten im Osten von Damaskus berichteten von Kampfflugzeugen, die über der Stadt kreisten. In der Innenstadt seien seit dem Morgen Granateinschläge und Gewehrfeuer zu hören. Aus Militärkreisen verlautete, die Armee habe alle am Vortag verlorenen Stellungen zurückerobert.

Rebellen in Damaskus unter Druck

Ein Überraschungsangriff von Dschihadisten und Rebellen in Damaskus hatte am Sonntag heftige Gefechte mit regierungstreuen Kräften ausgelöst. Nach Angaben der Aufständischen wollten sie mit ihrem Angriff auf die Armee von Präsident Baschar al Assad für Entlastung ihrer Verbände in den Bezirken Al-Kabun und Barsa sorgen. Die Armee hat diese vom Stadtteil Ost-Ghuta abgeschnitten, der weiterhin von den Aufständischen kontrolliert wird. Der Stadtbezirk Dschobar liegt an der Strecke dorthin. Den Regierungstruppen ist es in den vergangenen 18 Monaten gelungen, die Rebellen sowohl in Damaskus als auch im ganzen Land zurückzudrängen.

Bei den Rebellen, die in Damaskus kämpfen, soll es sich um das Islamistenbündnis unter Führung des Al-Kaida-Ablegers Fatah al-Scham handeln. Die Fateh-al-Scham-Front ist aus der Al-Nusra-Front, dem ehemaligen Al-Kaida-Ableger in Syrien, hervorgegangen.

Russland besorgt über israelische Luftangriffe in Syien

Russland hat besorgt auf israelische Luftangriffe in Syrien reagiert. Der spezielle, eigens zu Vermeidung von Zwischenfällen geschaffene "Verbindungskanal" müsse effektiver funktionieren, sagte Vizeaußenminister Michail Bogdanow in Moskau. Zudem bestätigte er Berichte, Russland habe am Freitag den israelischen Botschafter wegen der Angriffe einbestellt. Die israelische Luftwaffe hatte in der Nacht zum Freitag Ziele in der Nähe der Oasenstadt Palmyra attackiert. Dort sind auch russische Soldaten zum Minenräumen im Einsatz.

qu/as (afp, rtre, APE)

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