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Irans Präsident Rohani will keine Einmischung

dw.com-Logo dw.com 23.09.2019 dw.com
Provided by Deutsche Welle © picture-alliance/AP Photo/Iranian Presidency Office Provided by Deutsche Welle

Wenn der iranische Präsident kommende Woche bei den Vereinten Nationen spricht, werden sicher nicht nur die US-Vertreter aufmerksam zuhören. Im Vorfeld gibt sich Rohani entgegenkommend. Und das bei einer Militärparade!

Der iranische Präsident Hassan Rohani will bei der UN-Vollversammlung in New York Vorschläge für die Sicherheit und den Frieden in der Straße von Hormus machen. "Mit der Initiative 'Koalition der Hoffnung' wollen wir bei den UN einen Friedensplan für den Persischen Golf und die Straße von Hormus präsentieren", sagte Rohani bei einer Militärparade in Teheran (Artikelbild). Demzufolge will der Iran mit einer Koalition der Golfstaaten und ohne ausländische Schutzmächte für die Sicherheit der Schifffahrt im Persischen Golf sorgen.

Freundschaft und Bruderschaft

"Die Einmischung von außen ist für den Persischen Golf problematisch und gefährlich", sagte Rohani weiter. Die Frage solle nur regional geregelt werden. Dafür sei der Iran bereit, alle Differenzen mit den Golfstaaten auszuräumen. Teheran wolle Freundschaft und Bruderschaft mit allen Staaten der Region und "strecke hiermit auch seine Hand aus", sagte der Präsident, dessen Rede in New York für Mittwoch geplant ist.

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Der Persische Golf und besonders die Straße von Hormus, durch die fast ein Drittel der weltweiten Ölexporte verschifft wird, sind in den vergangenen Monaten verstärkt in den Fokus geraten. Hintergrund ist der Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Insbesondere geht es um die von US-Präsident Donald Trump verhängten Sanktionen gegen Irans Ölexport - die Haupteinnahmequelle des Landes.

Der britische Tanker © picture alliance/dpa/ISNA/M. Akhoundi Der britische Tanker

"Falls eines Tages die USA wirklich den iranischen Ölexport blockieren sollten, dann wird überhaupt kein Öl mehr am Persischen Golf exportiert", hatte Rohani im vergangenen Jahr gesagt und indirekt mit einer Blockade der Straße von Hormus gedroht. Im Juli dieses Jahres beschlagnahmte der Iran einen britischen Öltanker im Golf, der immer noch nicht freigegeben wurde. Seitdem gibt es heftige Diskussionen um die Bildung einer internationalen Militärmission für die sichere Schifffahrt am Persischen Golf sowie gegen Irans militärischen Einfluss. Die USA haben ihre Militärpräsenz in der Region verstärkt.

ml/jv (dpa, afp)

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