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Israel beginnt mit Stromeinschränkungen im Gazastreifen

AFP-LogoAFP vor 3 Tagen
Kerzenlicht im Gazastreifen wegen Stromengpässen: Israel hat mit den angekündigten Einschränkungen bei der Stromversorgung im Gazastreifen begonnen. Hintergrund ist ein Streit zwischen der im Westjordanland ansässigen Palästinensischen Autonomiebehörde und der im Gazastreifen herrschenden radikalislamischen Hamas um die Kosten. © Bereitgestellt von AFP Israel hat mit den angekündigten Einschränkungen bei der Stromversorgung im Gazastreifen begonnen. Hintergrund ist ein Streit zwischen der im Westjordanland ansässigen Palästinensischen Autonomiebehörde und der im Gazastreifen herrschenden radikalislamischen Hamas um die Kosten.

Israel hat mit den angekündigten Einschränkungen bei der Stromversorgung im Gazastreifen begonnen. Das teilte die Energiebehörde in dem Palästinensergebiet am Montag mit. Die staatliche israelische Energiegesellschaft bestätigte, die Stromversorgung "entsprechend einer Regierungsanordnung" zurückgefahren zu haben. Die israelische Regierung hatte die Einschränkungen bei der Stromversorgung für den Gazastreifen in der vergangenen Woche beschlossen.

Hintergrund ist ein Streit zwischen der im Westjordanland ansässigen Palästinensischen Autonomiebehörde und der im Gazastreifen herrschenden radikalislamischen Hamas. Bislang hatte die Autonomiebehörde in Ramallah einen Teil der Kosten für den von Israel an den Gazastreifen gelieferten Strom gezahlt. Die Autonomiebehörde hatte zuletzt angekündigt, diese Kosten nicht mehr zu tragen. Israel erklärte, die Kosten ebenfalls nicht zu übernehmen.

Die Stromversorgung in dem verarmten, von Israel abgeriegelten Küstenstreifen ist bereits äußerst kritisch. Die Haushalte verfügen bestenfalls an drei bis vier Stunden am Tag über Strom. Mit der nun angekündigten weiteren Einschränkung wird es nur zwei Stunden Strom pro Tag geben. Viele Unternehmen und bessergestellte Menschen verfügen allerdings über eigene Generatoren.

Angesichts der weiteren Stromverknappung hatte es Warnungen vor einer Verschärfung der Lage der Menschen im Gazastreifen und neuen Spannungen gegeben. Die israelische Menschenrechtsgruppe Gischa erklärte am Montag, durch die Einschränkungen bei der Stromversorgung "verschlimmert Israel wissentlich eine bereits gefährliche Situation".

Die Hamas hatte vergangene Woche erklärt, Israel und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas von der im Westjordanland regierenden Fatah seien gleichermaßen für die "katastrophalen Konsequenzen" der Stromverknappung verantwortlich. Zwar sprach die Hamas nicht von Krieg, nannte die Maßnahme aber "gefährlich".

Die Hamas hatte 2007 die Macht im Gazastreifen übernommen. Sie wird von Israel, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Seit 2008 gab es drei Kriege mit Israel.

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