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Jury spricht Drogenboss "El Chapo" schuldig

SZ.de-Logo SZ.de vor 6 Tagen SZ.de/dpa/afp
Drogenboss © AP Drogenboss

Der mexikanische Drogenboss Joaquin "El Chapo" Guzmán ist von einem New Yorker Gericht für schuldig befunden worden - überraschend in allen Anklagepunkten.

Im Prozess gegen den mexikanischen Drogenboss Joaquín "El Chapo" Guzmán sind die zwölf Geschworenen zu einem Urteil gekommen: Sie haben in überraschend in allen zehn Anklagepunkten schuldig gesprochen.

Guzmáns Verteidiger Jeffrey Lichtman hatte die Jury Ende vergangener Woche in seinem Schlussplädoyer noch dazu gedrängt, seinen Mandanten freizusprechen. Nicht "El Chapo" habe das berüchtigte Sinaloa-Drogenkartell angeführt, sondern sein flüchtiger Mitgründer Ismael "El Mayo" Zambada. Scharf ging Lichtman mit einigen Zeugen der Anklage ins Gericht. Er bezeichnete deren Aussagen als "Müll".

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Staatsanwältin Andrea Goldbarg hatte dagegen eine Verurteilung Guzmáns in allen Punkten gefordert. Sie und ihre Kollegen hatten über elf Wochen 56 Zeugen in den Zeugenstand gerufen sowie hunderte Dokumente und Dutzende abgehörte Telefonate aufgeboten. Sie schilderten bis in die grausamsten Details die extreme Gewalt und Korruption innerhalb des Drogenkartells. Die meisten der Zeugen sitzen in US-Gefängnissen ein. Unter ihnen waren frühere Partner und Mitarbeiter sowie eine Ex-Geliebte des 61-jährigen Angeklagten.

Laut Anklage soll das Sinaloa-Kartell unter der Führung von "El Chapo" zwischen 1989 und 2014 fast 155 Tonnen Kokain und große Mengen anderer Drogen in die USA geschmuggelt haben. Die US-Regierung wirft Guzmán zudem vor, für den Tod Tausender Menschen verantwortlich zu sein. Der Drogenboss war in Mexiko verhaftet und Anfang 2017 an die USA ausgeliefert worden, wo er seitdem in einem Hochsicherheitsgefängnis in New York sitzt. Eine Todesstrafe war nach einer Absprache zwischen den USA und Mexiko ausgeschlossen.

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