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Kennt er eigenen Minister nicht?: Donald Trump blamiert sich mit peinlichem Tweet

Berliner Kurier-Logo Berliner Kurier 21.10.2019 berliner-kurier
US-Präsident Donald Trump leistete sich einen Fauxpas. © dpa US-Präsident Donald Trump leistete sich einen Fauxpas.

Mark wer? Leser eines Tweets von Donald Trump (73) gerieten am Sonntag kurz ins Stutzen. Der US-Präsident schrieb da von einem gewissen „Mark Esperanto“, angeblich US-Verteidigungsminister. In den sozialen Medien ergoss sich, wie so oft, prompt eine Welle des Spottes darüber, dass der US-Präsident den Namen seines eigenen Pentagon-Chefs, Mark Esper (55), nicht richtig zusammenbekomme. Trump löschte den Tweet wenig später – und ersetzte ihn mit der korrekten Schreibweise. Doch das Erinnerungsvermögen des Internets ist erbarmungslos.

Donald Trump schreibt Namen eines US-Ministers falsch

In seinem Tweet zitiert Trump Esper, dass in Nordsyrien Fortschritte erzielt werden würden. Der Präsident schreibt weiter: „Keine US-Soldaten befinden sich in Kampfgebieten. Wir haben das Öl gesichert. Wir bringen sie nach Hause!“

Das stimmt so allerdings nicht. Die bisher in Nordsyrien stationierten US-Truppen sollen nach einem aktuellen Plan nach Westirak verlegt werden. Dies teilte Pentagonchef Esper selbst am Samstag vor Reportern mit, die ihn auf eine Nahostreise begleiteten.

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Demnach soll das US-Militär weiter Operationen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat ausführen, um deren Wiedererstarken zu verhindern. Es sei auch nicht ausgeschlossen, dass die US-Truppen vom Irak aus an Anti-Terror-Einsätzen in Syrien teilnehmen könnten, ergänzte Esper.

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Donald Trump und sein Namens-Problem

Dem Präsidenten passieren derlei Namensvariationen öfter. Kürzlich bezeichnete Trump den Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg bei einer Pressekonferenz versehentlich als „Stoltenheim“. Den Apple-Chef Tim Cook nannte er bei einem Auftritt im Weißen Haus im März – in dessen Beisein – „Tim Apple“.

Auch anderen erging es ähnlich: Seinen früheren, inzwischen geschassten Nationalen Sicherheitsberater John Bolton nannte Trump in der Vergangenheit schon „Mike Bolton“. Dem Kongressabgeordneten Kevin McCarthy dankte er bei einem gemeinsamen Auftritt mit den Worten: „Thank you, Steve.“ Die Chefin des Rüstungskonzerns Lockheed Martin, Marillyn Hewson, machte er zu „Marillyn Lockheed“.

Trumps Fehler hat eine interessante Bedeutung

Doch dieser aktuelle präsidiale Vertipper sticht ein wenig heraus. Immerhin bescherte hier ausgerechnet jener Präsident, der größten Gefallen an Abschottung, Grenzen und nationalstaatlichem Denken findet, ausgerechnet Esperanto – zumindest für einen Moment lang – viel Aufmerksamkeit, jener Kunstsprache also, die geschaffen wurde, um Grenzen zu überwinden und Gemeinsamkeiten zu betonen.

Ob sich Trump dieser Feinheit bewusst war, ist nicht überliefert. (rnd, dpa)

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