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Kramp-Karrenbauer beliebteste Politikerin – hinter Merkel

WELT-Logo WELT 11.01.2019
CDU Bundesparteitag © pa/dpa/Christian Charisius CDU Bundesparteitag

Die CDU-Vorsitzende und die Kanzlerin liegen laut Deutschlandtrend in der Gunst der Bürger vorne. Die SPD schiebt sich in der Sonntagsfrage vor die AfD. Die Hälfte der Bevölkerung befürchtet einen zu starken Einfluss des Islam hierzulande.

Für die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer beginnt das Jahr im Deutschlandtrend erfreulich: Sie kommt im Ranking der Spitzenpolitiker auf einen Zustimmungswert von 46 Prozent der Befragten. Damit liegt Kramp-Karrenbauer in der repräsentativen Erhebung von Infratest Dimap im Auftrag von ARD-"Tagesthemen" und WELT auf Platz zwei der beliebtesten Politiker.

Nur Kanzlerin Angela Merkel (CDU), ihre Vorgängerin als Parteivorsitzende, ist beliebter: Sie kommt auf 56 Prozent (minus ein Punkt im Vergleich zum Vormonat) und hat damit als einzige Politikerin die Zustimmung von mehr als der Hälfte der Bürger. Allerdings ist eine Mehrheit von 65 Prozent mit der von ihr geführten schwarz-roten Bundesregierung weniger oder gar nicht zufrieden (plus einen Punkt).

Auf Platz drei der Politikerrangliste: Merkels Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) mit 43 Prozent – drei Punkte weniger als im Dezember. Der Bundesfinanzminister hatte jüngst in seiner Partei für Irritationen gesorgt, indem er Kanzlerambitionen öffentlich machte. Und das, obwohl die Sozialdemokratie in einer historischen Krise steckt.

Vier von zehn Deutschen sind der Erhebung zufolge mit Außenminister Heiko Maas (SPD) zufrieden (minus ein Punkt). Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner legt nach dem Dreikönigstreffen der Partei am Sonntag in Stuttgart um vier Punkte zu und liegt nun bei 34 Prozent. Grünen-Chef Robert Habeck – der zuletzt mit seinem Agieren in den sozialen Medien und seinem darauffolgenden Rückzug aus Twitter sowie Facebook Kritik auf sich zog – bleibt bei 31 Prozent.

Unverändert ein Viertel der Befragten schätzt die Arbeit der SPD-Vorsitzenden Andrea Nahles. Am Ende des Rankings: der Vorsitzende und Fraktionschef der AfD im Bundestag, Alexander Gauland. Er kommt auf 13 Prozent (minus zwei Punkte).

In der Sonntagsfrage zur Bundestagswahl fällt die Union im Januar unter die 30-Prozent-Schwelle: CDU und CSU geben einen Punkt ab und liegen nun bei 29 Prozent. Zweitstärkste Kraft bleiben die Grünen mit unverändert 20 Prozent. Die SPD legt einen Punkt auf 15 Prozent zu und schiebt sich damit vor die zuletzt gleich starke AfD. Die rechtsnationale Partei bleibt bei 14 Prozent. FDP und Linke gewinnen jeweils einen Punkt und liegen gleichauf bei neun Prozent.

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Als einen inhaltlichen Schwerpunkt fragten die Demoskopen grundsätzliche Haltungen zum Leben in Deutschland ab. 82 Prozent der Befragten stützen demnach die These, dass die Bundesregierung sich in vielen Fragen nicht gegen die "Macht der Wirtschaft" durchsetzen könne. 63 Prozent stimmen der Aussage zu, Staat und Verwaltung funktionierten "insgesamt gut"; jedoch glauben immerhin 36 Prozent – also mehr als ein Drittel der Bevölkerung – das Gegenteil.

54 Prozent finden, die Verhältnisse hierzulande seien Anlass, stolz zu sein. Zugleich stimmt eine knappe Mehrheit von 51 Prozent aber der Aussage zu, dass Deutschland sich stärker verändere, "als ich es gut finde". Genau die Hälfte hat Sorge, dass der Einfluss des Islam in der Bundesrepublik zu stark werde. 48 Prozent befürchten, dass die Kultur in Deutschland nach und nach verloren gehe; eine knappe Mehrheit von 51 Prozent teilt diese Sicht nicht.

Nach Parteianhängern betrachtet, fallen die Werte der befragten AfD- und Grünen-Anhänger auf: Während etwa 86 Prozent der AfD-Unterstützer Veränderungen in Deutschland mit Sorge betrachten, tun dies lediglich 34 Prozent der Grünen-Anhänger. Auch bei den Themen Kultur und Islam gehen die Meinungsbilder der beiden politischen Lager weit auseinander. 87 Prozent der AfD-Anhänger fürchten, dass die Kultur in Deutschland schwinde; 92 Prozent von ihnen glauben, der Einfluss des Islam werde zu groß. Bei den Grünen-Unterstützern vertreten 78 beziehungsweise 74 Prozent die gegenteilige Ansicht.

Dass Staat und Verwaltung gut funktionierten, finden vor allem SPD-Anhänger – 79 Prozent von ihnen äußern sich entsprechend. Und wie sieht es mit dem Stolz auf die Verhältnisse in Deutschland aus? Am geringsten ist dieser offenbar bei Bürgern ausgeprägt, die politisch der Linkspartei oder der AfD nahestehen: Nur jeweils 26 Prozent sehen für Stolz aufs Land Anlass.

Für den Deutschlandtrend hat Infratest Dimap am 7. und 8. Januar 1005 wahlberechtigte Bürger befragt; bei der Sonntagsfrage, die vom 7. bis 9. Januar erhoben wurde, waren es 500 Personen mehr. Die Fehlertoleranz liegt zwischen 1,4 und 3,1 Prozentpunkten.

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