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Landesweite Razzien nach schwerem Anschlag auf Schrein in Pakistan

AFP-LogoAFP vor 4 Tagen
Landesweite Razzien nach Anschlag auf Schrein in Pakistan: Nach dem schweren Anschlag auf einen Schrein in Pakistan mit mindestens 70 Toten sind die Behörden landesweit gegen mutmaßliche Verantwortliche vorgegangen. Mehrere Verdächtige wurden festgenommen. © Bereitgestellt von AFP Nach dem schweren Anschlag auf einen Schrein in Pakistan mit mindestens 70 Toten sind die Behörden landesweit gegen mutmaßliche Verantwortliche vorgegangen. Mehrere Verdächtige wurden festgenommen.

Nach dem schweren Anschlag auf einen Schrein in Pakistan mit mindestens 70 Toten sind die Behörden am Freitag landesweit gegen mutmaßliche Verantwortliche vorgegangen. Wie ein Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AFP sagte, gab es bei Razzien im Morgengrauen eine "große Zahl Festnahmen in mehreren Städten".

Bei Einsätzen in der Provinz Sindh und im Nordwesten des Landes wurden nach Angaben aus Sicherheitskreisen außerdem etwa 30 "Terroristen" getötet. Ein Militärsprecher gab an, dass die Grenze zu Afghanistan "geschlossen" worden sei, da die Behörden dort Extremisten vermuten.

Ein Selbstmordattentäter hatte sich am Donnerstag in einem jahrhundertealten Sufi-Schrein in Sehwan in der südlichen Provinz Sindh inmitten hunderter Gläubiger in die Luft gesprengt. Es gab 70 Tote, darunter mindestens 20 Kinder, sowie rund 250 Verletzte. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu dem Attentat.

Die Provinzregierung von Sindh rief eine dreitägige Trauer aus. Der Verwalter des angegriffenen Schreins läutete am Morgen um 03.30 Uhr inmitten des Chaos wie jeden Tag die Glocke. Er werde "nicht vor Terroristen einknicken", sagte er AFP.

Der angegriffene Schrein von Lal Shahbaz Qalandar, einem muslimischen Sufi-Meister aus dem 13. Jahrhundert, gehört zu den am meisten verehrten Heiligtümern in Pakistan. Radikalsunnitische Gruppen wie der IS sehen die Anhänger der mystisch-sufistischen Strömung im Islam allerdings als Ketzer an.

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