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Machtkampf in Venezuela: Zwei Tote bei Kämpfen an Grenze zu Brasilien

Berliner Zeitung-Logo Berliner Zeitung 23.02.2019 berliner-zeitung
An der Grenze zu Brasilien liefern sich Sicherheitskräfte und Gegner von Staatschef Nicolás Maduro erbitterte Kämpfe © AFP An der Grenze zu Brasilien liefern sich Sicherheitskräfte und Gegner von Staatschef Nicolás Maduro erbitterte Kämpfe

Lastwagen mit Hilfsgütern versuchten am Samstag, nach Venezuela zu gelangen.

Bei gewaltsamen Zusammenstößen an der Grenze zwischen Venezuela und Brasilien sind nach Angaben einer Nichtregierungsorganisation mindestens zwei Menschen getötet worden, darunter ein 14-jähriger Junge. Beide seien durch Schüsse der venezolanischen Armee in Santa Elena de Uairén gestorben, sagte ein Sprecher von Foro Penal am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. 31 weitere Menschen seien verletzt worden.

Maduro bricht mit Kolumbien

Venezuelas umstrittener Staatschef Nicolás Maduro hat derweil Abbruch aller diplomatischer Beziehungen zu Kolumbien verkündet. Bei einer Kundgebung in der Hauptstadt Caracas kritisierte Maduro am Samstag, die „faschistische Regierung von Kolumbien“ habe die vom selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó initiierten ausländischen Hilfslieferungen nach Venezuela aktiv unterstützt. Deswegen müssten alle diplomatischen Vertreter des Nachbarlandes Venezuela binnen 24 Stunden verlassen, sagte Maduro.

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Auseinandersetzungen an der Grenze

In der Auseinandersetzung um Hilfslieferungen aus dem Ausland hatte es an Venezuelas Grenze zuvor schwere Zusammenstöße zwischen Sicherheitskräften und Gegnern von Staatschef Nicolás Maduro gegeben. Soldaten und Polizisten setzten am Samstag auf zwei Brücken zwischen den venezolanischen Städten San Antonio del Táchira und Ureña und dem kolumbianischen Nachbarort Cúcuta Tränengas und Gummigeschosse gegen Demonstranten ein, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Die Demonstranten versuchten ebenso wie vier Lastwagen mit Hilfsgütern für die Venezolaner, die Absperrungen auf der Simón-Bolívar-Brücke und der Santander-Brücke zu durchbrechen. 

Notstand in Venezuela

In Venezuela herrscht ein schwerer Notstand in der Lebensmittel- und Medikamentenzulieferung. Venezuelas selbst ernannter Interimspräsident Juan Guaidó hat den Bürgern die Lieferung von Hilfsgütern versprochen, sie sollen über Kolumbien und Brasilien eingeführt werden. Die Übergänge sind aber auf Geheiß der sozialistischen Regierung blockiert. Nach Ansicht Maduros hat die Hilfsgüteraktion seines Kontrahenten Guaidó das Ziel, eine militärische Intervention und den Sturz der Regierung einzuleiten. (afp, dpa)

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