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Merkel besucht Solidaritätsveranstaltung an Berliner Synagoge

WELT-Logo WELT 10.10.2019
Angela Merkel (M.) singt vor der Synagoge in Berlin © AFP/ANTON ROLAND LAUB Angela Merkel (M.) singt vor der Synagoge in Berlin

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwochabend hat mit einem kurzfristigen Besuch einer Solidaritätsveranstaltung an der Synagoge Oranienburger Straße in Berlin auf den mutmaßlich antisemitischen Anschlag in Halle an der Saale reagiert. Auch Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) besuchte die Veranstaltung.

Nach den Schüssen in Halle geht die Polizei von einem antisemitischen Hintergrund aus. Offenbar hat der Täter seine Tat live über eine Gaming-Plattform gestreamt. Quelle: WELT © WELT Nach den Schüssen in Halle geht die Polizei von einem antisemitischen Hintergrund aus. Offenbar hat der Täter seine Tat live über eine Gaming-Plattform gestreamt. Quelle: WELT

Regierungsprecher Steffen Seibert nannte Merkels Besuch bei Twitter ein „Zeichen der Verbundenheit“. Er fügte hinzu: „Wir müssen uns geschlossen jeder Form von Antisemitismus entgegenstellen.“ Er stellte dazu zwei Bilder, die Merkel im Gespräch mit Menschen vor der Synagoge zeigt, die sich dort spontan versammelt hatten und fügte das Twitter-Schlagwort „#Wirstehenzusammen“ hinzu.

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Ein schwerbewaffneter mutmaßlicher Rechtsextremist hatte am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur versucht, in einer Synagoge in Halle an der Saale ein Blutbad unter rund 80 Gläubigen anzurichten. Der 27-jährige Deutsche wollte nach Angaben aus Sicherheitskreisen am Mittwochmittag die Synagoge mit Waffengewalt stürmen, scheiterte jedoch. Danach soll der Mann vor der Synagoge und in einem nahen Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen und mindestens zwei weitere verletzt haben. Er floh vom Tatort und wurde am Nachmittag festgenommen.

Steinmeier ruft zur Solidarität mit jüdischen Mitbürgern auf 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat nach dem Angriff auf eine Synagoge in Halle von erschütternden Nachrichten gesprochen und zur Solidarität mit den jüdischen Mitbürgern aufgerufen. Bei einem Festakt zum 30. Jahrestag der friedlichen Revolution in Leipzig sagte Steinmeier am Mittwoch, ein solcher Angriff auf eine voll besetzte jüdische Synagogen schien in Deutschland nicht mehr vorstellbar.

Trotz der Zehntausenden, die den Tag der Einheit feierten, „mag die Fröhlichkeit nicht richtig aufkommen“ angesichts von zwei Toten, sagte das Staatsoberhaupt. Menschen seien ermordet worden. „Aus einem Tag der Freude ist ein Tag des Leids geworden.“ Er denke nun an die Angehörigen.

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