Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Merkel: Gebot der Stunde - Kontakte reduzieren

dw.com-Logo dw.com 24.10.2020 dw.com

Bundeskanzlerin Merkel ruft die Bürger nochmals dazu auf, sich möglichst selten mit anderen Menschen zu treffen. Es gelte "noch dringender" das, was sie letzte Woche gesagt habe, so Merkel in ihrem neuen Podcast.

Kanzlerin Angela Merkel fordert die Bürger in Deutschland abermals zur Mithilfe auf © 2020 Presse- und Informationsamt der Bundesregierung Kanzlerin Angela Merkel fordert die Bürger in Deutschland abermals zur Mithilfe auf

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat Bundeskanzlerin Angela Merkel alle Bürger in Deutschland ein weiteres Mal eindringlich zu einer Reduzierung der Kontakte aufgefordert. Es gelte heute "noch dringender" das, was sie vergangene Woche gesagt habe - und zwar "Wort für Wort", so Merkel in ihrem neuen Video-Podcast. Das Gebot der Stunde heiße "Kontakte reduzieren", unterstrich die Kanzlerin.

Vor einer Woche hatte Merkel an dieser Stelle in einem dramatischen Appell die Bürger zur Mithilfe aufgefordert. Die Videobotschaft rief viele Reaktionen hervor. Eine Woche später habe sich die Pandemielage noch weiter zugespitzt, wies Merkel jetzt darauf hin. "Für mich gilt das, was ich Ihnen letzte Woche gesagt habe, noch Wort für Wort (...) Und so folgt jetzt noch einmal der Podcast vom vergangenen Samstag", so die Kanzlerin.

Appell von letzter Woche abgespielt

Dann wird ihre Ansprache vom vorigen Samstag abgespielt. Darin hatte Merkel dazu aufgerufen, Kontakte außerhalb der eigenen Familie deutlich zu verringern und darum gebeten, auf Reisen und Feiern, die "nicht wirklich zwingend notwendig" sind, zu verzichten.

Mit diesem ungewöhnlichen Schritt wolle die Kanzlerin unterstreichen, wie ernst die gegenwärtige Situation in der Corona-Pandemie sei, teilte ein Sprecher der Bundesregierung ergänzend mit.


Video: Neuer Grenzwert: Söder will Corona-Maßnahmen weiter verschärfen (SAT.1)

Video wiedergeben
Mehr als 10.000 Todesfälle

Die Zahl der Todesopfer der Corona-Pandemie in Deutschland überstieg inzwischen die symbolische Marke von 10.000. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilte, wurden im Zusammenhang mit einer COVID-19-Erkrankung insgesamt bislang 10.003 Todesfälle registriert. Dies waren 49 Tote mehr als einen Tag zuvor.

Gleichzeitig setzt sich die hohe Welle der täglichen Corona-Neuinfektionen fort. Nach Angaben des RKI stieg ihre Zahl im Vergleich zum Vortag um 14.714 und damit auf einen neuen Höchstwert. In diese Zahl sind allerdings Infektionen eingerechnet, die am Vortag aufgrund einer technischen Panne bei der Übermittlung der Daten noch nicht erfasst worden waren. Am Donnerstag und Freitag hatte das RKI jeweils von mehr als 11.000 neuen Fällen gesprochen.

Altmaier warnt vor Herunterfahren der Wirtschaft

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sprach von einer dramatischen Lage und warnte zugleich vor einem weiteren Herunterfahren der Wirtschaft. "Einen neuen flächendeckenden 'Lockdown' darf es nicht geben und ich halte ihn auch nicht für erforderlich", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Peter Altmaier am 5. Oktober beim © John MacDougall/AFP Peter Altmaier am 5. Oktober beim

Der CDU-Minister rief Bund und Länder dazu auf, "in größerer Einmütigkeit in den nächsten Tagen notwendige Beschlüsse zu fassen". Deutschland könne sich nicht länger Flickenteppiche von Regelungen leisten und müsse eine unkontrollierte Ausbreitung des Virus verhindern. "Wir haben dringenden Handlungsbedarf - sowohl zum Schutz der Gesundheit als auch, um den Erholungsprozess der deutschen Wirtschaft nicht zu gefährden", betonte Altmaier.

se/fab (dpa, kna, rtr, afp, bundesregierung.de)

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von dw.com

| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon