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Merz lehnt Wahlkampfauftritte für die CDU ab

WELT-Logo WELT 19.01.2019
Er werde Kramp-Karrenbauer weiter Ratschläge geben, sagte Merz © dpa/Peter Steffen Er werde Kramp-Karrenbauer weiter Ratschläge geben, sagte Merz

Nach der nur knappen Niederlage des Wirtschaftsliberalen Merz forderten seine Anhänger, ihn mehr in der CDU einzubinden. Besonders führende ostdeutsche Politiker hofften auf Unterstützung im Wahlkampf. Doch daraus wird nichts.

Der bei der Wahl zum CDU-Vorsitz unterlegene Friedrich Merz will in diesem Jahr nicht mit Wahlkampfauftritten für seine Partei werben. Die Wahlkämpfe müssten von denen geführt werden, die sich um Mandate bewerben, dies gelte für die Europawahl wie auch für die Landtagswahlen, sagte Merz am Samstag in Walsrode am Rande einer Klausurtagung der niedersächsischen CDU.

"Ich werde nicht in die Wahlkämpfe gehen. Ich habe kein Mandat, weder im Parlament noch in der Partei, auch nicht in der Regierung." Er werde die Partei und die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer aber unterstützen und gerne Rat geben.

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Der Finanzexperte hatte beim CDU-Bundesparteitag Anfang Dezember die Kampfabstimmung knapp gegen Kramp-Karrenbauer verloren. Danach waren Forderungen von Merz-Anhängern laut geworden, ihn stärker in die Parteiarbeit einzubinden.

Führende CDU-Politiker im Osten setzten auf die Unterstützung von Merz in den anstehenden Landtagswahlkämpfen. "Friedrich Merz muss uns helfen, da setze ich sehr darauf. Er genießt sehr viel Sympathie und Zustimmung vor Ort bei den Leuten an der Basis", hatte der Thüringer CDU-Chef Mike Mohring gesagt. Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) betonte: "Friedrich Merz wird eingeladen, selbstverständlich. Ich freue mich, wenn er kommen würde und mit eingreift in den Wahlkampf."

Laschet: Bedeutung von Merz wird überschätzt

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte Ambitionen ihres Parteikollegen Friedrich Merz auf einen Ministerposten eine Absage erteilt. Sie plane keine Kabinettsumbildung, ließ sie über ihren Sprecher mitteilen. Merz einigte sich jedoch mit Kramp-Karrenbauer, Mitglied einer bereits bestehenden Expertenkommission zu werden, eines Beraterkreises zur sozialen Marktwirtschaft.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hält die Bedeutung von Merz für die Wirtschaftskompetenz der Union für überschätzt. Er möge Merz, der auch Brexit-Beauftragter der NRW-Landesregierung sei, sagte Laschet, am Samstag beim Neujahrsempfang der nordrhein-westfälischen CDU. "Aber Wirtschaftskompetenz in der Union gibt es nicht nur, wenn irgendetwas mit Friedrich Merz verbunden ist", betonte Laschet, der auch CDU-Bundesvize ist.

Laschet sagte, die Union habe auch nach der langen Amtszeit der bisherigen CDU-Chefin und Kanzlerin Merkel eine "breite Palette an gutem Personal", auch in Wirtschaftsfragen.

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