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Merz: "Wir brauchen einen Strategiewechsel"

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Als zweiter Bewerber um den CDU-Vorsitz auf dem Parteitag hat Friedrich Merz die Bedeutung der Christdemokraten als starke Volkspartei beschworen, die bedroht sei. Viele Beobachter halten Merz für den Favoriten.

Provided by Deutsche Welle © Reuters/K. Pfaffenbach Provided by Deutsche Welle

"Wir leben in einer Zeit des Umbruchs und des tiefen Wandels", sagte Friedrich Merz in seiner Rede. Er würdigte besonders die Leistung von Bundeskanzlerin Angela Merkel als scheidende CDU-Chefin. Man habe viele Erfolge vorzuweisen. "Und trotzdem verlieren die Volksparteien kontinuierlich an Zustimmung", sagte Merz, der rasch auf den Stimmenzuwachs der AfD und den Einzug der rechten Partei in die Parlamente einging. "Dieser Zustand ist für mich einfach unerträglich. Er gefährdet nicht nur unsere Mehrheitsfähigkeit in der Mitte, er gefährdet die Stabilität unseres Landes. Wir brauchen einen Strategiewechsel", sagte Merz. Er bescheinige niemandem den guten Willen, an die AfD verlorene Wähler zurückzuholen, erklärte Merz. "Aber es gelingt uns augenscheinlich nicht."

"Wir müssen klare Positionen einnehmen"

Viele Bürger hätten das Vertrauen in den Staat verloren. "Sie haben abends Angst. Ältere bleiben Zuhause", erklärte Merz. "Wir müssen klare Positionen einnehmen. Ohne klare Positionen bekommen wir keine besseren Wahlergebnisse, liebe Freundinnen und Freunde", sagte Merz mit Blick auf die Stimmenverluste der Union. Er kündigte mit Blick auf die Europa-Wahlen und Landtagswahlen in Deutschland einen energischen Kampf gegen Populismus und Rechtsextremismus an. "Man kann die Menschen draußen nur begeistern, wenn man die Menschen auch begeistert."

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ml/uh (dpa, phoenix)

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