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Milliardenstrafe möglich: Verdacht auf illegale Geschäftspraktiken: EU-Kartellhüter ermitteln gegen Amazon

stern-Logo stern 19.07.2019
Amazon steht im Fokus einer Untersuchung der EU-Kartellhüter. © Picture Alliance/Andre M. Chang/ Amazon steht im Fokus einer Untersuchung der EU-Kartellhüter.

Die Europäische Kommission hat Ermittlungen gegen Amazon aufgenommen. Dabei geht es um mögliche illegale Geschäftspraktiken mit Marketplace-Händlern.

Amazon rückt in den Fokus der EU-Kommission: Europas Kartellwächter gehen dem Verdacht nach möglichen illegalen Geschäftspraktiken zwischen Amazon und den Marktplatz-Händlern nach. Die EU-Kommission bestätigte am Mittwoch in Brüssel, dass eine offizielle Untersuchung eingeleitet worden sei.

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Laut der Kommission habe Amazon eine doppelte Funktion: Auf der einen Seite sei Amazon selbst Händler, der über die eigene Plattform Produkte verkaufe. Auf der anderen Seite stelle der Internetriese eben diese Plattform als Online-Marktplatz auch für andere Händler zur Verfügung. Dabei verdient Amazon nicht nur mit, sondern sammele laufend Daten über diese Händler, ihre Produkte und das Kundenverhalten, erklärten die Wettbewerbshüter weiter. Konkret wollen sie nun der Frage nachgehen, ob und wie die Nutzung dieser Daten den Wettbewerb einschränkt und ob Amazon sie nutzt, um Händler in lukrativen Geschäftsbereichen zu verdrängen. Dazu will die Brüsseler Behörde unter anderem die Standardvereinbarungen zwischen Amazon und den anderen Marktplatzhändlern prüfen.

Ein weiterer Fokus der Ermittlungen liege auf der sogenannten "Buy Box". Mit diesem Kaufbutton können Kunden Artikel von Drittanbietern direkt in ihren digitalen Einkaufskorb befördern. Daher ist dieser Button für Händler lukrativ. Händler müssen in der Regel aber eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen, bevor sie diesen Einkaufswagen-Link bekommen. Die Rolle von Daten bei diesem Vergabeverfahren werde ebenfalls untersucht, hieß es. 

So reagiert Amazon auf die Ermittlungen

Die Untersuchung hat keine Frist. Sollte am Ende der Durchleuchtung der Beweis für illegale Geschäftspraktiken stehen, könnte die EU-Kommission eine Strafe in Milliardenhöhe verhängen.

Amazon reagierte promt und zeigte sich kooperationsbereit. "Wir werden vollumfänglich mit der Europäischen Kommission kooperieren und weiterhin daran arbeiten, Unternehmen jeder Größe in ihrem Wachstum zu unterstützen", sagte ein Firmensprecher.

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