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Nach übereinstimmenden Medienberichten: Kevin Kühnert soll offenbar SPD-Generalsekretär werden

Tagesspiegel-Logo Tagesspiegel 02.12.2021 Hans Monath

Da sich Lars Klingbeil für den SPD-Parteivorsitz bewirbt, ist der Posten des Generalsekretärs frei. Medienberichten zufolge steht der Nachfolger schon fest.

Kevin Kühnert bald SPD-Generalsekretär? © Foto: imago images/Political-Moments Kevin Kühnert bald SPD-Generalsekretär?

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende und frühere Juso-Chef Kevin Kühnert soll Generalsekretär seiner Partei werden. Darauf einigte sich eine Spitzenrunde der Sozialdemokraten nach übereinstimmenden Medienberichten am Donnerstag.

Der Vertreter der Parteilinken und Berliner Politiker würde damit Nachfolger von Lars Klingbeil, der sich auf einem Parteitag am 11. Dezember zum Parteivorsitzenden und damit zum Nachfolger von Norbert Walter-Borjans wählen lassen will, der nicht mehr antritt. Seine Ko-Vorsitzende Saskia Esken will sich dagegen nach zwei Jahren erneut bewerben.

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Video: Klingbeil, Esken, Kühnert - die neue Parteispitze der SPD (dpa)

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Klingbeil ist seit Dezember 2017 und hat wechselnden Parteivorsitzenden gedient und in dieser Zeit einerseits die Erneuerung der Partei vorangetrieben, andererseits für Kontinuität in der Organisation gesorgt. Der 32-jährige Kühnert führte die Jusos von 2017 bis 2021 und profilierte sich als Gegner der damaligen großen Koalition.

[Lesen Sie auch: Die Methode Lars Klingbeil (T+)]

Beim Mitgliederentscheid über den Parteivorsitz 2019 hatte er entscheidend dazu beigetragen, dass nicht Olaf Scholz und Klara Geywitz, sondern Esken und Walter-Borjans sich durchsetzten. Auf dem Parteitag im Dezember 2019 wurde er zum Parteivize gewählt, seit Anfang 2020 ist er Verantwortlicher des SPD-Parteivorstands für den Bereich Immobilien, Bauen und Wohnen. Bei der Bundestagswahl gewann er den Wahlkreis Berlin Tempelhof-Schöneberg direkt.

Klingbeil, der zu dem konservativen Seeheimer Kreis in der SPD zählt, und der rhetorisch begabte Führungsmann des linken Parteiflügels Kühnert sind eng befreundet, wie sie immer wieder betonen. Aus den Reihen von eher pragmatisch gesinnten Sozialdemokraten war am Donnerstag keine Kritik an der Entscheidung zu hören. Es sei vernünftig, Kühnert auf diesem Posten in der Führung einzubinden, hieß es.

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