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Nordkorea-Krise: Neue Bilder zeigen, wie Kim Jong Un die Welt an der Nase herumführt

Berliner Kurier-Logo Berliner Kurier 14.11.2018 berliner-kurier
Nordkoreas Führer Kim Jong Un © AFP Nordkoreas Führer Kim Jong Un

Alles nur eine große Kim-Jong-Un-Show?

Nordkorea treibt laut US-Medien ungeachtet der Abrüstungsgespräche mit den USA sein Atomwaffenprogramm voran.

Das zeigen neue Satellitenbilder, welche die „New York Times” jetzt exklusiv veröffentlichte (hier ansehen).

Das Blatt beruft sich dabei auf eine Untersuchung des US-Think-Tanks CSIS (Zentrum für strategische und internationale Studien). Demnach sollen die Bilder belegen, dass die nordkoreanische Führung an mehr als einem Dutzend verborgenen Standorten an dem Ausbau seines Atomwaffen- und Raketenarsenals arbeite. An 16 versteckten Stützpunkten führe das Land demnach sein Programm für ballistische Raketen fort.

Nordkorea habe dies nicht offen gelegt und täusche damit die amerikanischen Verhandlungspartner, hieß es.

Kim_Jong_Un_Mike_Pompeo © AFP Kim_Jong_Un_Mike_Pompeo

US-Präsident Donald Trump spricht regelmäßig von großen Fortschritten bei den Gesprächen mit Nordkorea.

Im Juni hatte er sich in Singapur mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zu einem historischen Gipfel getroffen (hier nachlesen).

Willen: ja, konkrete Zusagen: nein

Kim hatte dort seinen Willen zur atomaren Abrüstung bekundet. Er hat bisher aber keine konkreten Zusagen gemacht, wann und wie sein bestehendes Atomwaffen- und Raketenarsenal abgebaut werden soll. Auch ist noch unklar, wie die Gegenleistungen der USA aussehen. In den nächsten Monaten soll ein zweites Treffen Trumps mit Kim stattfinden.

Ursprünglich hatte sich US-Außenminister Mike Pompeo vor wenigen Tagen in New York mit Nordkoreas Chefunterhändler Kim Yong Chol treffen wollen, um den zweiten Gipfel vorzubereiten. Das Treffen war jedoch kurzfristig auf ein unbestimmtes Datum verschoben worden.

Speist Nordkorea Donald Trump nur ab?

Trump verkauft seine Nordkorea-Politik seit Monaten als großen Erfolg. Die „New York Times” schrieb unter Berufung auf die neuen Erkenntnisse, die nordkoreanische Führung speise die US-Regierung bewusst mit kleinen Entgegenkommen ab, während sie hinter den Kulissen einen Ausbau des eigenen Raketenarsenals forciere.

Donald Trump reagiert via Twitter gelassen

Der US-Präsident reagierte via Twitter auf den Bericht. Und zwar äußerst gelassen. „Wir wissen vollständig über die genannten Stützpunkte Bescheid, nichts Neues - und nichts Außergewöhnliches passiert“, schrieb Donald Trump.

„Ich werde der Erste sein, der Sie wissen lässt, wenn die Lage sich verschlimmert“, fügte er hinzu.

(afp/dpa/mg/so)

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