Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Poggenburg kündigt Gründung einer Partei an

SZ.de-Logo SZ.de vor 6 Tagen SZ.de/dpa/dit
André Poggenburg, damaliger Vorsitzender der AfD in Sachsen-Anhalt, spricht auf dem politischen Aschermittwoch der sächsischen AfD. © dpa André Poggenburg, damaliger Vorsitzender der AfD in Sachsen-Anhalt, spricht auf dem politischen Aschermittwoch der sächsischen AfD.

• Poggenburg war bereits im März 2018 als Partei- und Fraktionschef der AfD in Sachsen-Anhalt zurückgetreten, jetzt ist er aus der Partei ausgetreten.

• Nach Medieninformationen will er einen neue Partei gründen, die den Namen "Aufbruch deutscher Patrioten - Mitteldeutschland" trägt.

• Der Bundesvorstand der AfD hatte Poggenburg jüngst für zwei Jahre für alle Ämter gesperrt.

Der Landtagsabgeordnete aus Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, verlässt die AfD. Bundesvorstandsmitglied Kay Gottschalk bestätigte der Nachrichtenagentur dpa, dass Poggenburg seinen Austritt erklärt habe. In der Welt kündigte Poggenburg die Gründung einer neuen Partei an. Zusammen mit anderen ehemaligen AfD-Parteikollegen habe er sich zum "Aufbruch deutscher Patrioten - Mitteldeutschland" zusammengeschlossen.

Poggenburg war im März 2018 als Partei- und Fraktionschef der AfD in Sachsen-Anhalt zurückgetreten. Damals stand er auch parteiintern in der Kritik, nachdem er in einer Rede Türken in Deutschland, die Inhaber einer doppelten Staatsbürgerschaft sind, als "Kümmelhändler" und "vaterlandsloses Gesindel" verunglimpft hatte.

Das könnte Sie auch interessieren:

Asyl: Viele Türken bekommen Schutz in Deutschland

Kramp-Karrenbauer beliebteste Politikerin – hinter Merkel

NÄCHSTES
NÄCHSTES

Poggenburg begründete seinen Rückzug damals damit, "Druck von Fraktion und Partei" nehmen zu wollen. Später hatte Poggenburg, der selbst dem rechten Rand der Partei angehörte, Meinungsverschiedenheiten mit anderen führenden Mitgliedern des rechtsnationalen Flügels in der AfD. Dessen bekanntester Vertreter ist der Thüringer Landeschef Björn Höcke.

Der Bundesvorstand der AfD hatte Poggenburg vor Kurzem für zwei Jahre für alle Ämter gesperrt. Poggenburg hatte am Silvestertag auf Twitter geschrieben: "Den Mitbürgern unserer Volksgemeinschaft ein gesundes, friedliches und patriotisches 2019!"

Zuletzt hatte es Spekulationen über eine Partei-Neugründung unter Führung Poggenburgs gegeben. Dass entsprechende Planungen existieren, bestätigte Poggenburgs sächsischer AfD-Mitstreiter Egbert Ermer dem Spiegel. "Das Projekt Parteigründung geht heute los", sagte er dem Magazin am Donnerstag. Geplant sei eine "mitteldeutsche Bewegung", mit Zweigen in Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Die AfD-Ortsgruppe Sächsische Schweiz - Osterzgebirge bestätigte, dass auch Poggenburgs sächsischer Mitstreiter Egbert Ermer sowie drei weitere Mitglieder in dieser Woche ihren Austritt aus der Partei erklärt hatten. Begründet hätten sie dies "mit der ihrer Meinung nach falschen Politik des AfD Bundesvorstandes", heißt es in der Mitteilung. "Weiterhin erklärten sie, dass es eine wie auch immer neue Bewegung geben wird, die den Konservatismus stärker betont." Die AfD-Ortsgruppe geht davon aus, dass Ermer mit Poggenburg und weiteren Vertretern des rechten Flügels, die zeitgleich ausgetreten seien, zusammenarbeiten werde.

Auf Facebook wurde am Donnerstag bereits eine Seite unter dem Titel "Aufbruch deutscher Patrioten" neu registriert. Das Impressum listet Poggenburg als Vertreter des Vorstands. Eine erste Veranstaltung ist am 16. Januar im sächsischen Dohma geplant.

Mehr auf MSN

NÄCHSTES
NÄCHSTES
| Anzeige
| Anzeige

Mehr von SZ.de

| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon