Durch Nutzung dieses Diensts und der damit zusammenhängenden Inhalte stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysezwecke, personalisierte Inhalte und Werbung zu.
Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Russen warnen USA vor "einseitigen Aktionen"

dw.com-Logo dw.com vor 6 Tagen

Erstmals im syrischen Bürgerkrieg haben die USA einen Kampfjet des Assad-Regimes abgeschossen. Dessen wichtigste Verbündete in Moskau heben den Zeigefinger. Eskaliert der Stellvertreterkrieg in Nahost?

Russlands Außenminister Sergej Lawrow richtete eine Warnung in Richtung Washington: Die USA sollten von "einseitigen Aktionen" absehen. Aus Lawrows Haus kam noch eine deutlichere Stellungnahme. Moskau betrachte den Abschuss als "Akt der Aggression" und als "Unterstützung von Terroristen", sagte Sergej Rjabkow, einer der zehn stellvertretenden russischen Außenminister.

Zuvor hatte das US-Militär bei den Kämpfen um Rakka ein Kampfflugzeug der Luftwaffe von Präsident Baschaar al-Assad abgeschossen - zum ersten Mal überhaupt seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs. Rakka ist die Hochburg der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Der Jet habe Rebellen der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) bombardiert, die von den USA unterstützt würden, erklärte das US-Oberkommando zur Begründeung. Vor der Aktion habe man Syrien vergeblich aufgefordert, die Angriffe auf Rebellenstellungen zu stoppen.

"Wir werden auch künftig nicht zögern"

Das US-Militär erklärte weiter, das von ihm geführte Bündnis strebe "keine Kämpfe gegen das syrische Regime oder mit ihm verbündete russische und regimetreue Kräfte an". Es werde allerdings auch künftig nicht zögern, einzugreifen, sobald Mitglieder der US-Militärkoalition oder deren Verbündete bedroht würden.

Die syrische Armee bestritt ihrerseits, mit den USA verbündete Aufständische attackiert zu haben. Vielmehr habe der hernach abgeschossene Kampfjet Stellungen der IS-Miliz attackiert.

Der IS steht in seinem Kerngebiet in Syrien ebenso wie im benachbarten Irak stark unter Druck. Parallel zu der von der US-Koalition unterstützten Offensive des kurdischen Bündnisses auf Rakka läuft inzwischen auch die entscheidende Phase der Schlacht um die nordirakische IS-Hochburg Mossul.

jj/stu (dpa, afp, rtr)

Ein US-Jet des Typs F/A-18 E (Archivbild) griff die syrische Maschine an © Getty Images/U.S. Navy/Christopher Gaines Ein US-Jet des Typs F/A-18 E (Archivbild) griff die syrische Maschine an
| Anzeige
| Anzeige
| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon