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Russische Hacker sollen weltweite Cyberattacke durchgeführt haben

SZ.de-Logo SZ.de vor 3 Tagen
Russische Hacker sollen weltweite Cyberattacke durchgeführt haben © dpa Russische Hacker sollen weltweite Cyberattacke durchgeführt haben

Amerikanische und britische Behörden werfen der russischen Regierung vor, die Attacke auf zentrale Elemente des Internets unterstützt zu haben. Betroffen sind auch Privatpersonen.

Die USA und Großbritannien werfen russischen Hackern eine weltweite Cyberattacke auf zentrale Elemente des Internets vor. Von der Regierung in Moskau unterstütze Gruppen hätten Router infiziert, erklärten amerikanische und britische Behörden am Montag in einer Telefonschaltung.

Der Umfang des Schadens sei noch nicht bekannt, erklärte Jeanette Manfra vom US-Heimatschutzministerium. Ciaran Martin vom britischen National Cyber Security Centre sagte allerdings, es seien "Millionen von Maschinen" ins Visier genommen worden. Die Angriffe würden seit mehr als einem Jahr beobachtet, die zugrundeliegende Taktik sei noch länger bekannt. Möglicherweise brächten sich die Hacker für zukünftige Angriffe in Stellung.

Ziel des "bösartigen" Angriffs seien unter anderem Regierungen und wichtige Infrastruktureinrichtungen, hieß es in einer am Montag in London veröffentlichten gemeinsamen Erklärung des Nationalen Cybersicherheitszentrums Großbritannien, der US-Bundespolizei FBI und des US-Heimatschutzministeriums. Auch Internetrouter von Privatpersonen würden angegriffen. Die Hacker wollten der Spionage den Weg bahnen, geistiges Eigentum rauben und dauerhaften Zugang zu den Netzwerken der Opfer gewinnen, warnten die britischen und US-Behörden.

Router sind dafür zuständig, Datenpakete in verschiedene Netzwerke weiterzuleiten. Den Angaben zufolge sollen unter anderem Internet-Provider, Unternehmen in der Privatwirtschaft und Schlüsseleinrichtungen der Infrastruktur von dem russischen Angriff betroffen sein. Die britischen und amerikanischen Behörden kündigten für den Laufe des Tages die Veröffentlichung von technischen Einzelheiten an, damit die Angriffe erkannt und Gegenmaßnahmen ergriffen werden könnten.

Schon mehrfach Vorwürfe gegen Russland

Die USA und Großbritannien machen Russland für den den NotPetya-Cyberangriff 2017 verantwortlich. Dabei entstanden Milliardenschäden. Die Regierung in Moskau hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Zudem gehen US-Geheimdienste davon aus, dass Russland versucht hat, sich in die US-Präsidentenwahl 2016 einzumischen. Untersucht wird weiter, ob es Absprachen zwischen russischen Vertretern und dem Wahlkampfteam von Donald Trump gab. Russland und der Präsident haben dies zurückgewiesen.

Die mutmaßliche Cyberattacke erfolgte inmitten von ohnehin schon extrem angespannten Beziehungen zwischen Russland und dem Westen. Die Spannungen waren zuletzt durch die gemeinsamen Luftangriffe der USA, Frankreichs und Großbritanniens auf mutmaßliche Chemiewaffenanlagen des syrischen Machthabers Baschar al-Assad verschärft worden.

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