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Salman Rushdie: »Das ist eine Attacke auf die Freiheit der Gedanken« - die Reaktionen

DER SPIEGEL-Logo DER SPIEGEL 12.08.2022 Sabrina Knoll

Weltweit hat der Angriff auf Salman Rushdie Entsetzen ausgelöst. Die Attacke auf einen Autor auf US-amerikanischem Boden sei »beispiellos«.

© CHARLY TRIBALLEAU / AFP

Obwohl er vor mehr als 30 Jahren per Fatwa zum Tode verurteilt wurde, hatte sich Salman Rushdie seinem Verlag zufolge eigentlich wieder sicherer gefühlt. Nun ist der preisgekrönte Autor auf offener Bühne attackiert worden. Die Tat löste weltweit Entsetzen aus.

Die New Yorker Gouverneurin Kathy Hochul bezeichnete den Angriff auf Rushdie als »schreckliches Ereignis« und drückte auf Twitter ihr Mitgefühl für »Salman und seinen Lieben« aus.

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Ihr Amtskollege Chuck Schumer schrieb: »Dieser Angriff ist schockierend und entsetzlich. Es ist ein Angriff auf die Freiheit der Rede und der Gedanken.«


Video: Angriff auf Salman Rushdie: Noch keine Hinweise auf das Motiv (AFP)

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Der britische Premierminister Boris Johnson ist »entsetzt darüber, dass Sir Salman Rushdie niedergestochen wurde, während er ein Recht ausübte, das wir niemals aufhören sollten zu verteidigen.«

Auch der US-amerikanische Autorenverband PEN America zeigte sich nach dem Angriff auf seinen ehemaligen Präsidenten und Autoren Salman Rushdie schockiert. »Uns fällt kein vergleichbarer Fall eines öffentlichen gewaltsamen Angriffs auf einen Schriftsteller auf amerikanischem Boden ein«, hieß es in einem von dem Verband veröffentlichten Statement der Vorsitzenden Suzanne Nossel. Salman Rushdie werde seit Jahrzehnten wegen seiner Worte angegriffen, aber er habe sich nie beirren lassen und nie gezögert, schrieb Nossel weiter. Er habe sich unermüdlich dafür eingesetzt, anderen zu helfen, die gefährdet und bedroht sind.

PEN International zeigte sich »zutiefst besorgt«: »Wir verurteilen den Angriff und wünschen ihm eine schnelle Genesung.« PEN Berlin schrieb: »Wir sind entsetzt über den Angriff auf Salman Rushdie. In Gedanken sind wir bei ihm und seiner Familie.«

»Mit Entsetzen habe ich erfahren, dass Salman Rushdie bei einer Veranstaltung im Bundesstaat New York angegriffen wurde. Wir wünschen ihm eine schnelle Genesung«, teilte der indische Schriftsteller Amitav Ghosh via Twitter mit.

»Ich bin wirklich schockiert. Ich hätte nie gedacht, dass so etwas passieren würde«, schrieb die Autorin Taslima Nasreen, die aus ihrer Heimat Bangladesch geflohen ist, nachdem ein Gericht festgestellt hatte, dass sie mit ihrem Roman »Lajja« (»Scham«) die religiösen Gefühle der Muslime verletzt hatte.

»Er hat im Westen gelebt und wurde seit 1989 geschützt. Wenn er angegriffen wird, kann jeder angegriffen werden, der sich kritisch über den Islam äußert. Ich bin besorgt.«

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