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Satire-Sendung: "Willnix und Kannix" - so hart zieht die "heute-show" Halbzeitbilanz bei der GroKo

stern-Logo stern 09.11.2019 mma
In der aktuellen "heute-show" kamen Angela Merkel und Annegret Kramp-Karrenbauer nicht gut weg © ZDF In der aktuellen "heute-show" kamen Angela Merkel und Annegret Kramp-Karrenbauer nicht gut weg

Halbzeitbilanz bei der Großen Koalition - das kann die "heute-show" natürlich nicht unkommentiert lassen. Vor allem das CDU-Führungsduo bekommt kräftig einen mitgegeben.

"Wie geht es eigentlich unserer GroKo?" Diese Frage stellt sich aktuell nicht nur Oliver Welke in der "heute-show". "Die einen sagen, der Laden ist ganz kurz vorm Auseinanderfliegen. Andere finden, es läuft eigentlich super. Also, vor allem das Kabinett selber." Zur Veröffentlichung der Halbzeitbilanz der Regierung rechnen auch Welke und Co. noch mal ab – und gehen dabei hart mit Angela Merkel und ihrem Team ins Gericht.

Vor allem die CDU wirke orientierungslos, analysiert Welke. "Mit ihrem Spitzen-Duo. Einer Vorsitzenden – AKK – die offenbar nicht führen kann. Und einer Kanzlerin, die nicht mehr führen will." Dazu gibt es im Hintergrund das an Asterix angelehnte Cover oben. "Ist aus dem neuen Heft Asterix und die geschönte Halbzeitbilanz. Sehr langweilig."

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Das Schweigen der Merkel

Dabei scheint Welke vor allem Merkels Schweigen zu vielen Fragen auf die Palme zu bringen. "Warum gibt es für AKK eigentlich keine Rückendeckung von Merkel? Die Chefin guckt sich das Scheitern ihrer Kronprinzessin in aller Ruhe an." Noch schlimmer sei es aber, dass die Führung keine Vision für den weiteren Verlauf hat. "Ja, die GroKo hat auch was geschafft. Aber jetzt aktuell wirkt sie eben nur noch gelähmt, gerade bei Zukunftsfragen. Und das ist ein blödes Timing angesichts der erschreckenden AfD-Erfolge im Osten."

"Die quälen sich tatsächlich nur noch", fasst Welke die aktuelle Lage in der Regierungskoalition zusammen. Als jüngstes Beispiel zieht er den "würdelosen Streit" um die Grundrente heran. "Die Grundrente steht im Koalitionsvertrag. Allerdings ausdrücklich mit Bedürftigkeitsprüfung. Hat die SPD so unterschrieben. Vielleicht hat da Olaf Scholz seine Lesebrille vergessen."

Mit dem Opa-Trick gegen die Altersarmut

Das Thema liegt Welke sichtlich am Herzen. "Grundrente ist eine Lebensleistung", plädiert er leidenschaftlich. "Dafür hat man 35 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt, meist als Niedriglöhner. Um denen die paar Kröten mehr zu gönnen, muss man schon charakterlich deformiert sein. Also in der Jungen Union." Es folgt ein Einspieler eines CDU-Nachwuchspolitikers, in dem der betont, dass es die Grundrente aus seiner Sicht gar nicht geben sollte. Die Junge Union aus seiner Sicht auch nicht, witzelt darauf Welke. "Aber mich hat ja keiner gefragt."

Für die bedürftigen Rentner hat die "heute-show" daher auch noch ein paar Tipps parat. So sollte man doch einfach mal mit dem "Opa-Trick" bei CDU-Nachwuchs Philipp Amthor anzurufen und sich als Opa auszugeben: "Hör mal, als du klein warst, habe ich dir 100.000 Euro geliehen. Die brauche ich jetzt wieder." Alternativ könne man aber auch einfach sterben und die Lebensversicherung kassieren. Oder aber im Alter einfach noch mal Mutter werden. Die Mütterrente gibt es nämlich ohne Bedürftigkeitsprüfung.

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