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Saudi-Arabien: Trump vermutet Iran hinter Angriffen auf Ölanlagen – Riad will UN-Ermittler einladen

Handelsblatt-Logo Handelsblatt 17.09.2019 , , Reuters
Technische Anlagen stehen auf dem Khurais-Ölfeld, das rund 160 Kilometer von Riad entfernt liegt. Nach den Drohnenangriffen auf die größte Ölraffinerie in Saudi-Arabien sind die Ölpreise deutlich gestiegen. © dpa Technische Anlagen stehen auf dem Khurais-Ölfeld, das rund 160 Kilometer von Riad entfernt liegt. Nach den Drohnenangriffen auf die größte Ölraffinerie in Saudi-Arabien sind die Ölpreise deutlich gestiegen.

Saudi-Arabien will UN-Experten dazu einladen, die Angriffe auf die Ölproduktion von Aramco zu untersuchen. Trump vermutet den Iran hinter den Attacken. 

Saudi-Arabien will die Vereinten Nationen und internationale Experten einladen, sich an den Ermittlungen zu den Angriffen auf wichtige Ölanlagen des Königreichs zu beteiligen. Wie zuvor ein saudischer Militärsprecher erklärte am Montagabend auch das Außenministerium in Riad, bei den Bombardierungen am Samstag seien iranische Waffen benutzt worden. Ziel der Angriffe sei in erster Linie die internationale Energieversorgung gewesen. Der saudische Ölkonzern Aramco habe rund die Hälfte der Produktion stoppen müssen.

Der Sprecher der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition, die im Bürgerkriegsland Jemen im Einsatz ist, hatte bereits zuvor erklärt, bei den Angriffen seien iranische Drohnen eingesetzt worden. Sie seien jedoch nicht von jemenitischem Boden aus gestartet worden. 

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Am Samstagmorgen hatten mehrere Explosionen Anlagen des saudischen Erdöl-Förderers Saudi Aramco erschüttert und zu Produktionseinbußen geführt. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen aus dem Jemen bekannten sich zu den Angriffen. Der Ölpreis schoss infolge der Angriffe in die Höhe. US-Präsident Donald Trump zeigte sich jedoch unbesorgt über den Ölpreis-Anstieg infolge der Attacken. Dies berühre weder die USA noch die restliche Welt.

Aus Sicht des amerikanischen Staatsoberhaupts deuten Hinweise auf den Iran als Urheber des Drohnenangriffs hin. Man habe fast alles Material, das man benötige, um Klarheit zu bekommen, erklärte er am Montag. „Es sieht danach aus“, dass der Iran hinter den Angriffen stecke, sagte Trump am Montag im Weißen Haus. Man werde bald Bescheid wissen, die Untersuchungen dauerten an.

Wenn man sicher sei, werde man über die weiteren Schritte entscheiden. „Ich will mit niemandem Krieg.“ Er beabsichtige keine Vergeltungsaktion, bevor der „definitive Beweis“ vorliege, dass der Iran hinter den Angriffen stecke. Die Vereinigten Staaten seien aber auf einen Konflikt vorbereitet. „Das war ein sehr großer Angriff. Er könnte von unserem Land sehr leicht mit einem viel, viel größeren Angriff erwidert werden.“

Mit Blick auf einen möglichen Vergeltungsschlag stellte Trump klar, dass der Angriff nicht den USA, sondern Saudi-Arabien gegolten habe. „Die Saudis wollen, dass wir sie beschützen“, sagte Trump. „Wir würden ihnen gewiss helfen.“ Bei möglichen Vergeltungsmaßnahmen müsste Saudi-Arabien eine große Rolle spielen und sich finanziell beteiligen, so Trump.

Nach den Angriffen vom Wochenende hatte Trump den Verbündeten in der Region die Unterstützung der USA zugesagt. Zudem hatte er am Sonntag einen Vergeltungsschlag angedroht. Außenminister Mike Pompeo hatte dem Iran die Angriffe zur Last gelegt. So klar wurde Trump nicht.

Weiter: Die Drohnenattacken auf die Raffinerie in Saudi-Arabien bringen die Risikoprämie zurück. Ein langfristig höherer Ölpreis dürfte kaum vermeidbar sein.

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