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Sieben Labour-Abgeordnete treten aus der Partei aus

Neue Zürcher Zeitung-Logo Neue Zürcher Zeitung 18.02.2019 Beat Bumbacher

Aus Protest gegen den Kurs von Parteichef Jeremy Corbyn beim Brexit und im Kampf gegen Antisemitismus haben sieben Parlamentarier der oppositionellen Labour-Partei in Grossbritannien ihren Parteiaustritt erklärt.

Der bisherige Labour-Abgeordnete ;Chukka Umunna und sechs seiner Kollegen und Kolleginnen geben vor den Medien in London ihren Austritt aus der Partei bekannt. (Bild: Leon Neal/Getty Images) © Bereitgestellt von Neue Zürcher Zeitung AG Der bisherige Labour-Abgeordnete ;Chukka Umunna und sechs seiner Kollegen und Kolleginnen geben vor den Medien in London ihren Austritt aus der Partei bekannt. (Bild: Leon Neal/Getty Images)

Ihre Partei sei von der extremen Linken «gekidnappt» worden, erklärte die Labour-Unterhausabgeordnete Luciana Berger vor den Medien in London. Sie und sechs weitere Parlamentarier der britischen Oppositionspartei hätten deshalb den Entschluss gefasst, aus der Partei auszutreten. Labour unter der Führung von Parteichef Jeremy Corbyn unternehme nichts gegen den in der Partei grassierenden Antisemitismus und den Kurs der Regierung beim Brexit.

Berger sagte, sie hätte sich unter diesen Bedingungen geschämt, weiter in der Partei zu bleiben. Diese Entscheidung sei ihr und ihren Kollegen nicht leicht gefallen. Es sei ein schmerzhafter, aber nötiger Schritt angesichts der Haltung der Parteiführung. Sie und ihre Gesinnungsgenossen würden verschiedene Teile des Landes repräsentieren und hätten unterschiedliche Biografien doch würden sie alle gemeinsame Werte vertreten.

Die insgesamt sieben Abgeordneten - Neben Luciana Berger Chuka Umunna, Chris Leslie, Angela Smith, Mike Gapes, Gavin Shuker and Ann Coffey bilden im Unterhaus eine neue politische Vereinigung unter dem Namen «Gruppe der Unabhängigen».

Labour-Parteichef Jeremy Corbyn reagierte auf die Ankündingung mit der Erklärung, dass er enttäuscht darüber sei, dass die sieben Parlamentarier sich nicht in der Lage gesehen hätten, sich weiter für die politischen Ziele einzusetzen, die bei den letzten Wahlen 2017 «Millionen inspiriert» hätten.

Mehr folgt.

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