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SPD erstmals bei 15 Prozent und nur noch viertstärkste Partei

WELT-Logo WELT 11.10.2018
Andrea Nahles muss seit Monaten mit schlechten Umfragewerten leben © dpa/Bernd von Jutrczenka Andrea Nahles muss seit Monaten mit schlechten Umfragewerten leben

Der nächste Tiefschlag für die SPD: In einer GMS-Umfrage fällt sie auf 15 Prozent und liegt damit hinter drei anderen Parteien. Kurz vor der Landtagswahl in Bayern sind mehr als die Hälfte der Befragten noch unentschlossen.

Der Absturz der SPD in bundesweiten Umfragen scheint keine Grenze nach unten zu kennen. Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, würden sich nach einer repräsentativen Befragung von GMS nur noch 15 Prozent der Wähler für die Sozialdemokraten entscheiden. Die SPD verliert im Vergleich zur vergangenen Umfrage vor zwei Wochen einen Prozentpunkt und kommt damit auf Bundesebene erstmals nur auf den viertstärksten Umfragewert aller Parteien. Es ist ihr neues Allzeittief bei den seit 2002 regelmäßig durchgeführten monatlichen Umfragen von GMS.

CDU/CSU (27 Prozent) und die AfD (18 Prozent) können ihre Ergebnisse aus der letzten GMS-Umfrage Ende September halten. Die Grünen legen einen Prozentpunkt zu und liegen mit 16 Prozent bei der Bundestagswahlabsicht in GMS-Umfragen zum ersten Mal vor der SPD. Die FDP (plus ein Prozentpunkt) und die Linke (unverändert) erreichen jeweils zehn Prozent.

Die sonstigen Parteien kommen zusammengerechnet auf vier Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt mit 35 Prozent weiterhin deutlich über dem Niveau des Nichtwähleranteils von etwa 25 Prozent bei der Bundestagswahl im September 2017.

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Die große Koalition aus Union und SPD erreicht mit zusammen 42 Prozent Stimmenanteil den geringsten Wert seit der Bundestagswahl 2017 und ist damit weit von einer absoluten Mehrheit der Zweitstimmen entfernt. Denn alle anderen Parteien, deren Stimmanteile oberhalb der Fünf-Prozent-Hürde liegen und die damit im Bundestag vertreten wäre, kommen zusammen auf 54 Prozent.

Bei den Umfragen anderer Institute aus den vergangenen Wochen liegt die Union zwischen 26 und 31,5 Prozent, die SPD zwischen 16 und 19,5 Prozent, die AfD zwischen 14 und 18 Prozent, die Grünen zwischen 12,5 und 18 Prozent, die Linke zwischen neun und elf Prozent, die FDP zwischen 8,5 und zehn Prozent und die sonstigen Parteien zusammengerechnet zwischen drei und fünf Prozent.

Für die Sonntagsfrage führte das Hamburger Institut GMS vom 4. bis 10. Oktober eine Repräsentativumfrage mit 1007 Befragten durch. Die Fehlertoleranz liegt üblicherweise bei +/- 3 Prozentpunkten.

53 Prozent der Bayern sind noch unentschlossen

GMS führte im Auftrag von 17:30 Sat.1 Bayern auch eine Umfrage im Freistaat durch. Auf die Veröffentlichung der Ergebnisse der Sonntagsfrage verzichtete der TV-Sender. Drei Tage vor der Landtagswahl könnte dies "als Wahlbeeinflussung per Umfrage missverstanden werden".

Veröffentlicht wurde allerdings das Umfrageergebnis, dass kurz vor der Wahl am Sonntag jeder zweite Wahlberechtigte noch unentschlossen ist. 53 Prozent der Befragten gaben an, ihre Wahlteilnahme oder Wahlabsicht sei noch unsicher. Der Anteil ist im Vergleich zu den vergangenen Wochen sogar noch leicht gestiegen.

Gespalten sind die Bayern demnach darin, welche Koalition besser wäre, sollte das Wahlergebnis ein Zweierbündnis ermöglichen: 37 Prozent wären dann für Schwarz-Grün, 33 Prozent für eine Koalition von CSU und Freien Wählern. Von den CSU-Anhängern sind 40 Prozent für eine Koalition mit den Freien Wählern, 38 Prozent für eine mit den Grünen.

Nach wie vor geben viele Befragte an, dass die Bundespolitik bei der Wahlentscheidung eine große Rolle für sie spiele: 43 nannten auf eine entsprechende Frage die Bundespolitik, 52 Prozent die Landespolitik. Und fast jeder Zweite gab auch an, das Verhalten der CSU und von Parteichef Horst Seehofer in der Bundesregierung spiele für ihn eine Rolle bei der Wahlentscheidung. 19 Prozent nannten dies sogar "ganz entscheidend", weitere 26 Prozent sagten "sehr wichtig".

Für die Umfrage zur Landtagswahl in Bayern hatte GMS zwischen dem 4. und 10. Oktober 1007 Wahlberechtigte im Freistaat telefonisch befragt.

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