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Sudans Militärrat geht auf Opposition zu

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Provided by Deutsche Welle © Getty Images/AFP/A. Mustafa Provided by Deutsche Welle

Die im Sudan herrschende Militärführung zeigt sich offen, in die Gestaltung des politischen Umbruchs auch die Opposition einzubeziehen. Doch die Demonstranten in dem arabisch geprägten Land trauen den Worten nicht.

"Wir wollen einen zivilen Staat basierend auf Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie aufbauen", versicherte Generalleutnant Jasser al-Ata, Mitglied des regierenden Militärrats, in Khartum. Die Opposition habe eine Woche Zeit, um Vorschläge zu machen, sagte General Omar Zain al-Abideen.

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Als ein Zugeständnis erklärte das Militär, der Ministerpräsident der neuen sudanesischen Regierung solle eine von allen Parteien ausgesuchte "unabhängige Persönlichkeit" sein. Der Staatschef hingegen solle aus den Reihen der Streitkräfte kommen.

Standhafte Opposition

Das Gewerkschaftsbündnis SPA, das die jüngsten Massenproteste in dem nordostafrikanischen Land federführend organisierte, fordert jedoch einen kompletten Übergang der Macht in zivile Hände. Bis die "Ziele der Revolution" erreicht seien, würden die Proteste in der Hauptstadt und anderen Orten fortgesetzt, hieß es.

Wohl um die Demonstranten zu besänftigen, kündigte der Militärrat auch eine grundlegende Reform des beim Volk verhassten Geheimdienstes NISS an. Als dessen neuer Chef wurde General Abu Bakr Mustafa ernannt.

Wohl nicht mehr im Amt: Verteidigungsminister Awad Ibn Auf © Reuters TV Wohl nicht mehr im Amt: Verteidigungsminister Awad Ibn Auf

Verteidigungsminister Awad Ibn Auf, ein Weggefährte des vergangene Woche abgesetzten Langzeitpräsidenten Omar al-Baschir, soll inzwischen in den Ruhestand versetzt worden sein. Ibn Auf hatte sich zwischenzeitlich selbst zum Chef des Militärrats aufgeschwungen, war jedoch bereits nach einem Tag durch General Abdel Fattah Burhan ersetzt worden. Burhan gilt als etwas volksnäher als Ibn Auf.

wa/cgn (rtr, afp, dpa)

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