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Ukraine aktuell: Füllstand deutscher Gasspeicher erreicht Zwischenziel

DW-Logo DW 14.08.2022 dw.com

Die Befüllung der deutschen Gasspeicher kommt voran. Der ukrainische Präsident droht russischen Soldaten am AKW Saporischschja. Frankreich begrüßt die neuen NATO-Mitglieder Finnland und Schweden. Der tägliche Überblick.

Gasspeicher in Niedersachsen © Thorsten Futh/Uniper SE Gasspeicher in Niedersachsen

Das Wichtigste in Kürze:

Deutsche Gasspeicher zu mehr als 75 Prozent gefüllt Ungarn bezieht Extra-Gas aus Russland Russische Jets sitzen in Deutschland fest Selenskyj droht russischen Soldaten am AKW Saporischschja

Die deutschen Gasspeicher sind bereits zu etwas mehr als 75 Prozent gefüllt. Das teilten die europäischen Gasspeicherbetreiber mit. Nach Vorgabe der Bundesregierung müssen die deutschen Gasspeicher bis zum 1. September einen Füllstand von 75 erreichen, damit die Herbst- und Winter-Ziele realistisch geschafft werden können. Ab Oktober müssen die Speicher danach zu 85 und am 1. November zu 95 Prozent voll sein. Von der Speicherfüllung hängt ab, ob Deutschland ohne Gas-Abschaltungen durch den Winter kommt.

Ungarn bezieht zusätzliches Gas aus Russland


Video: Die Ukraine pocht auf schweres Geschütz aus Deutschland (glomex)

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Das EU-Mitgliedsland Ungarn erhält zusätzliche Gaslieferungen des russischen Konzerns Gazprom. Nach Verhandlungen zwischen Moskau und dem ungarischen Außenminister Peter Szijjarto im vergangenen Monat liefere Gazprom seit Freitag mehr Gas als "bereits vertraglich vereinbart", verkündete das ungarische Außenministerium auf Facebook.

Erdgasspeicher der Ungarischen Gasspeicher Gesellschaft im Dorf Zsana © Attila Volgyi/XinHua/dpa/picture alliance Erdgasspeicher der Ungarischen Gasspeicher Gesellschaft im Dorf Zsana

Es sei "die Pflicht der ungarischen Regierung, die sichere Versorgung des Landes mit Erdgas zu gewährleisten", heißt es weiter. Innerhalb der EU ist seit Dienstag ein Gas-Notfallplan in Kraft, um die durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine ausgelöste Energiekrise zu bewältigen.

Zehn russische Flugzeuge stehen noch in Deutschland

Fast ein halbes Jahr nach Sperrung des EU-Luftraums für Flugzeuge aus Russland stehen in Deutschland noch zehn Maschinen russischer Eigentümer oder unter russischer Kontrolle. Dies berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf das Bundesverkehrsministerium. "Da die Maschinen aufgrund des EU-Sanktionsregimes einem Start- und Flugverbot unterliegen, können sie durch den Eigentümer nicht genutzt und nicht an einen anderen Ort verbracht werden", wird das Ministerium zitiert. Neben Privat- und Kurzstreckenjets stehen auch eine Boeing 737 und ein Jumbo-Jet auf deutschen Flughäfen.

Selenskyj droht russischen Soldaten am AKW Saporischschja

Der ukrainische Präsident wirft den russischen Truppen vor, sich hinter dem ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja zu "verstecken", um die ukrainisch kontrollierten Städte Nikopol und Marhanez zu beschießen.

Ein russischer Soldat bewacht einen Bereich des Kernkraftwerks Saporischschja © AP/dpa/picture alliance Ein russischer Soldat bewacht einen Bereich des Kernkraftwerks Saporischschja

"Jeder russische Soldat, der auf die Anlage schießt oder aus ihrer Deckung schießt, muss wissen, dass er ein besonderes Ziel für unsere Geheimagenten, für unsere Spezialkräfte, für unsere Armee wird", sagte Wolodymyr Selenskyj in seiner täglichen Ansprache. Er forderte "neue Sanktionen" gegen Russland mit dem Ziel, die russische Atomindustrie zu "blockieren".

Frankreich ratifiziert den NATO-Beitritt Finnlands und Schwedens

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat das Ratifizierungsprotokoll für den Beitritt Finnlands und Schwedens zur NATO unterzeichnet und somit die Zustimmung seines Landes offiziell bestätigt. Die "souveräne Entscheidung Finnlands und Schwedens" werde "einen bedeutenden Beitrag" zur europäischen Sicherheit leisten, erklärte der Elysée-Palast. Das französische Parlament hatte den Beitritt der beiden Staaten zur NATO am 2. August ratifiziert. Alle 30 NATO-Mitgliedstaaten müssen der Aufnahme Finnlands und Schwedens zustimmen.

rb/se (AFP, AP, dpa, epd, KNA, Reuters)

Dieser Artikel wird am Tag seines Erscheinens fortlaufend aktualisiert. Meldungen aus den Kampfgebieten lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

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