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Ukraine und Polen wollen gemeinsame Zollkontrolle einführen

RP ONLINE-Logo RP ONLINE 23.05.2022 RP ONLINE

Kiew. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und Polens Präsident Andrzej Duda streben ein Freundschaftsabkommen zwischen den beiden Nachbarländern an. Ein Ziel sei die Integration in den gemeinsamen Zollraum der Europäischen Union. Außerdem sollen neue Gesetze den Verbund der beiden Länder stärken.

 Wolodymyr Selenskyj (r), Präsident der Ukraine, und Andrzej Duda, Präsident von Polen, wollen ein polnisch-ukrainisches Freundschaftsabkommen schließen. © Efrem Lukatsky Wolodymyr Selenskyj (r), Präsident der Ukraine, und Andrzej Duda, Präsident von Polen, wollen ein polnisch-ukrainisches Freundschaftsabkommen schließen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die guten Beziehungen zum Nachbarland Polen hervorgehoben. Sie stünden auf einer aufrichtigen Grundlage, „ohne Streitereien und altes Konflikterbe“, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft in der Nacht zu Montag. Dies sei eine historische Errungenschaft.

Polens Präsident Andrzej Duda hatte am Sonntag als erster ausländischer Staatschef seit Beginn des russischen Einmarsches eine Rede im ukrainischen Parlament gehalten. Er sprach dabei von der Absicht, ein polnisch-ukrainisches Freundschaftsabkommen zu schließen.

Nach Angaben Selenskyjs will die Ukraine eine gemeinsame Zollkontrolle mit Polen einführen - das sei „der Beginn unserer Integration in den gemeinsamen Zollraum der Europäischen Union“. Außerdem erhielten Ukrainerinnen und Ukrainer in Polen „de facto und de jure die gleichen Chancen“ wie polnische Staatsbürger. Selenskyj betonte, analog dazu ein Gesetz in der Ukraine auf den Weg bringen zu wollen, um „Dankbarkeit“ und „Respekt“ zu zeigen.

Selenskyj sprach auch von einer neuen Nachbarschaftspolitik mit anderen Ländern, die er anstrebt: „Wir müssen Streitigkeiten beilegen und den Druck der Vergangenheit aus unseren gegenwärtigen Beziehungen zu allen Nachbarn der Ukraine entfernen, die uns respektieren und keine Besatzer unseres Staates sind“, sagte Selenskyj.


Video: Ukraine: Milliarden für die Flüchtlingshilfe (ATV)

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Am Abend habe er mit dem britischen Premier Boris Johnson unter anderem über Agrarexporte der Ukraine sowie Kraftstoffimporte gesprochen. Selenskyj kündigte an, im Lauf der kommenden Woche mit weiteren Ländern bilaterale Gespräche führen zu wollen.

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