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USA schicken mehr Truppen nach Deutschland

Die zusätzlichen Kräfte sollen in Deutschland "für die Stärkung der NATO und der europäischen Sicherheit im Einsatz sein", teilte US-Botschafter Richard Grenell in Berlin und das in Wiesbaden ansässige Kommando des amerikanischen Heeres in Europa mit. "Die Amerikanerinnen und Amerikaner sind entschlossen, das transatlantische Bündnis zu stärken, und Präsident (Donald) Trumps Zusage, die Verteidigungsfähigkeit der Vereinigten Staaten zu erhöhen, trägt erheblich dazu bei", so Grenell weiter. "Die zusätzlichen Truppen in Europa erhöhen die Einsatzbereitschaft des US-Heeres in Europa und stellen sicher, dass wir besser auf jegliche Krise reagieren können", erklärte das Militär. Die Soldaten des US-Heeres sollen vor allem im bayerischen Grafenwöhr ihren Dienst leisten. Dort sollen nach Angaben des US-Militärs zusätzlich zwei mit Raketenwerfern ausgerüstete Bataillone mitsamt Unterstützungskräften stationiert werden. In Ansbach werde ein Bataillon zur Flugabwehr angesiedelt. Ein Bataillon umfasst etwa 500 Soldaten. Der Aufbau der neuen Einheiten in Deutschland soll 2020 abgeschlossen sein. Zuletzt hatten Äußerungen von Trump Fragen zur künftigen Rolle der USA in der NATO aufgeworfen. Der US-Präsident hatte beim NATO-Gipfel einen Alleingang der USA angedeutet, sollten die anderen Mitgliedsstaaten ihre Verteidigungsausgaben nicht erhöhen. Auch die Beistandspflicht im Falle eines Angriffs auf einen Alliierten stellt Trump immer wieder infrage. Einen Bericht, in dem über Überlegungen zu einem US-Truppenabzug aus Deutschland spekuliert wurde, hatte das US-Verteidigungsministerium zuletzt zurückgewiesen. "Willkommenes Zeichen" Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen begrüßte die von den USA angekündigte Verlegung. "Die US-Entscheidung die militärische Präsenz bei uns in Deutschland zu verstärken, ist ein willkommenes Zeichen für die Vitalität der transatlantischen Beziehungen", erklärte sie in Berlin. "Und sie ist auch ein Bekenntnis zur gemeinsamen Sicherheit." In Deutschland leisten mehr als 33.000 US-Soldaten ihren Dienst, Zehntausende weniger als noch zu Zeiten des Kalten Krieges. Unter Trump haben die USA die Zahl ihrer Soldaten in Europa und ihre Investitionen in die Verteidigung der Nato-Verbündeten trotz der harschen Worte des Präsidenten erhöht. sam/ww (afp, dpa)
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