Durch Nutzung dieses Diensts und der damit zusammenhängenden Inhalte stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysezwecke, personalisierte Inhalte und Werbung zu.
Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Van rast in Menschenmenge - Londons Bürgermeister spricht von Terroranschlag

RP ONLINE-Logo RP ONLINE vor 5 Tagen RP ONLINE

Ein Van ist in der Nacht in eine Menschenmenge nahe einer Moschee gefahren, ein Mensch starb. Londons Bürgermeister Sadiq Khan bezeichnete die Attacke als Terror. Premierministerin Theresa May hat für den Vormittag ein Krisentreffen anberaumt.

Der Van rammte eine Fußgängergruppe, so dass ein Passant getötet und mehrere verletzt wurden. Londons Bürgermeister Sadiq Khan bezeichnete die Attacke bei einer Moschee in seiner Stadt als "schrecklichen Terrorangriff".

Premierministerin Theresa May sprach von einem "möglichen Terroranschlag". Sie setzte für den Vormittag ein Krisentreffen an. Auch die Polizei erklärte, der Zwischenfall trage alle Anzeichen eines terroristischen Vorfalls.

Der Fahrer wurde verhaftet; weitere Festnahmen gab es in dem Fall zunächst nicht. Der Van war in der Nacht zum Montag in einem multiethnischen Viertel im Norden der britischen Hauptstadt in eine Fußgängergruppe gefahren, als viele Muslime gerade nach einem Ramadan-Gebet die nahegelegene Moschee verließen.

Video: © RP ONLINE – Wir sind NRW! Video:

Acht Verletzte wurden laut Polizei ins Krankenhaus gebracht. Zwei weitere Personen erlitten leichte Verletzungen. Zudem wurde auch der festgenommene 48-jährige Fahrer des Fahrzeugs vorsichtshalber ins Krankenhaus gebracht.

Nach Angaben der Polizei starb bei dem Vorfall in der Nacht zum Montag ein Mensch, zehn weitere wurden verletzt. Bei den Opfern soll es sich vornehmlich um Muslime handeln, die während des Fastenmonats Ramadan nach dem Ende eines Gebets auf der Straße waren. Der 48 Jahre alte Fahrer des Transporters wurde festgenommen. Anti-Terror-Spezialisten übernahmen die Ermittlungen. Die genauen Hintergründe des Vorfalls waren allerdings zunächst unklar. Premierministerin Theresa May wollte am Morgen eine Krisensitzung einberufen.

Augenzeugen hatten den Fahrer des Lieferwagens nach Polizeiangaben festgehalten, bis Beamte eintrafen und ihn festnahmen. Der Mann sei "als Vorsichtsmaßnahme" in ein Krankenhaus gebracht worden und werde auf seine psychische Gesundheit untersucht.

Der Mann soll Augenzeugen zufolge gerufen haben: "Ich habe meinen Teil getan". Das berichtete Toufik Kacimi, der Leiter des Gebetshauses, vor dem der Zwischenfall passierte, im britischen Sender Sky News. Wie Kacimi weiter berichtete, schützte der Imam der benachbarten Moschee den Fahrer vor einem wütenden Mob Umstehender, nachdem er den Lieferwagen verlassen hatte.

Die Polizei hatte zunächst keine Hinweise auf weitere Verdächtige. In diesem frühen Stadium gebe es keine anderen Verdächtigen, twitterte die Behörde am Morgen. "Trotzdem gehen die Ermittlungen weiter."

Nach Angaben des Britischen Rats der Muslime ereignete sich der Vorfall vor einem muslimischen Gemeinschaftshaus in der Nähe einer Moschee - nicht direkt vor dem Gotteshaus, wie es der Rat zunächst mitgeteilt hatte. Aus seiner Sicht könnte es sich um einen gezielt gegen Muslime gerichteten Anschlag gehandelt haben. "Von den Augenzeugenberichten her scheint es, als wäre der Täter von Islamhass motiviert gewesen", schrieb der Rat am frühen Montagmorgen auf Twitter.

| Anzeige
| Anzeige
| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon