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Wiener Anwalt gibt Beteiligung an Strache-Video zu

WELT-Logo WELT 24.05.2019
© AFP/SPIEGEL & Sueddeutsche Zeitung  

Immer noch steht die Frage im Raum, wer das Ibiza-Video mit Heinz-Christian Strache produziert hat. Nun meldet sich einer der mutmaßlichen Beteiligten zu Wort: der Wiener Anwalt Ramin M., der bereits in den vergangenen Tagen verdächtigt wurde, am Video mitgewirkt zu haben, hat eine schriftliche Aussage veröffentlicht.

In der Pressemitteilung, die WELT vorliegt, heißt es über seinen Anwalt Richard Soyer: „Es handelte sich um ein zivilgesellschaftlich motiviertes Projekt, bei dem investigativ-journalistische Wege beschritten wurden.“ Weiter heißt es: „Aufgrund der Reaktionen der betroffenen Politiker entfaltete sich in der Folge eine Eigendynamik.“ Auf Seiten seines Mandanten seien aber „einzig – nach bestem Wissen und Gewissen angestellte – demokratiepolitische und rechtliche Überlegungen betrachtenswert“. 

Auf den bisher unveröffentlichen Szenen des Ibiza-Videos will ein ehemaliger Sicherheitsberater einen früheren Detektiv-Kollegen erkannt haben. Dieser soll einer der Hintermänner der Aufnahmen sein. Quelle: WELT/ Peter Haentjes © WELT/ Peter Haentjes Auf den bisher unveröffentlichen Szenen des Ibiza-Videos will ein ehemaliger Sicherheitsberater einen früheren Detektiv-Kollegen erkannt haben. Dieser soll einer der Hintermänner der Aufnahmen sein. Quelle: WELT/ Peter Haentjes

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Das im Sommer 2017 auf Ibiza heimlich aufgenommene Video zeigt, wie der spätere Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) mit einer vermeintlichen russischen Investorin über eine Zusammenarbeit redet. Dabei geht es auch um mögliche Staatsaufträge im Gegenzug für verdeckte Wahlhilfe für die FPÖ, und um Einflussnahme auf Medien.

Die Veröffentlichung des Videos führte zu einer schweren Regierungskrise in Österreich. Inzwischen sind keine FPÖ-Politiker mehr in der Regierung, stattdessen wurden Experten eingesetzt. Strache ist auch als FPÖ-Chef zurückgetreten.

Ex-FPÖ-Politiker Johann Gudenus, der auf Ibiza für seinen damaligen Parteichef Strache dolmetschte, hatte zuletzt in Interviews ebenfalls von einem Wiener Anwalt gesprochen, der die Treffen vermittelt habe. Auf Ibiza sei dieser letztlich aber nicht dabei gewesen sein. Zunächst soll es bei den Gesprächen um den Verkauf eines Grundstücks der Familie Gudenus gegangen sein. „Der Anwalt hat dann den weiteren Kontakt gelegt, hat mir bestätigt, dass die Identitäten der Herrschaften echt sind“, sagte Gudenus dem „Kurier“ über die Rolle des Anwalts und die Identität der vermeintlichen russischen Oligarchen-Nichte.

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