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Wolfgang Schäuble will keine führende Rolle mehr in der CDU spielen

DER SPIEGEL-Logo DER SPIEGEL 13.10.2021 Laurenz Schreiner

Die Veränderungen in der CDU nehmen Fahrt auf: Wolfgang Schäuble will nicht mehr für den Bundesvorstand der Partei kandidieren. Sein Mandat als Abgeordneter will der 79-Jährige aber über die volle Wahlperiode wahrnehmen.

© Matthias Wehnert / imago images/Future Image

Wolfgang Schäuble ist eine der prägendsten Figuren der CDU. Seit 1972 gehört er ohne Unterbrechung dem Bundestag an. Er war Bundesminister und ehemaliger Fraktions- und CDU-Parteivorsitzender, seit 2017 hat er das Amt des Bundestagspräsidenten inne. Beim Streit über die Kanzlerkandidatur der Union hat der 79-Jährige eingegriffen und im entscheidenden Moment Armin Laschet unterstützt.

Bei der Neuaufstellung der CDU will Schäuble aber keine führende Rolle mehr in seiner Partei spielen. »Für eine Kandidatur für den Bundesvorstand seiner Partei steht er nicht zur Verfügung«, sagte ein Sprecher Schäubles den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Allerdings sei Schäuble in seinem Wahlkreis direkt gewählt. Daher beabsichtige er, das Mandat als Abgeordneter »über die volle Wahlperiode wahrzunehmen«.

Als Bundestagspräsident gehört Schäuble bisher kraft Amtes dem CDU-Präsidium an. In der neuen Wahlperiode hat allerdings die SPD als stärkste Kraft im Bundestag den Anspruch auf die Position des Parlamentspräsidenten.


Video: Laschets Schritt zur CDU-Neuaufstellung erntet Zustimmung (dpa)

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Die CDU-Führung hatte am Montag beschlossen, bis Anfang 2022 über die Nachfolge für Parteichef Armin Laschet zu entscheiden. Ein Sonderparteitag soll als Konsequenz aus dem schlechtesten Ergebnis bei einer Bundestagswahl zudem die komplette Führungsriege der CDU aus Präsidium und Bundesvorstand neu wählen.

Bouffier und Strobl lassen erneute Kandidatur offen

Die stellvertretenden CDU-Bundesvorsitzenden Volker Bouffier und Thomas Strobl ließen den Funke-Zeitungen zufolge noch offen, ob sie ein weiteres Mal für diese Ämter kandidieren. »Das wird der Landesvorsitzende zu gegebener Zeit entscheiden«, sagte ein Parteisprecher der CDU Hessen mit Blick auf Bouffier.

Eine Sprecherin der CDU Baden-Württemberg teilte den Angaben zufolge zu Strobls Zukunft in der Bundespartei mit: »Erst das Land, dann die Partei, dann die Person – Personalfragen werden wir zu gegebener Zeit beantworten.«

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hatten am vergangenen Wochenende den Verzicht auf ihre Bundestagsmandate angekündigt, um Platz für den »Generationswechsel« in der CDU zu machen.

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