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Demonstranten verjagen Parlament: Abgeordnete „fliehen“ zur UNESCO

Das libanesische Parlament ist zu seiner ersten Sitzung seit der schweren Explosion im Hafen von Beirut zusammengetreten. Da sich vor dem Parlamentsgebäude Demonstranten versammelten, wichen die Abgeordneten auf die Räume des UNESCO-Gebäudes aus. Viele Demonstranten geben der Politik eine Mitschuld an dem Unglück mit mehr als 170 Toten und 6000 Verletzten. „Der Ausnahmezustand in Beirut wurde um einen weiteren Monat verlängert, weil die Lage das erfordert", gab Gesundheitsminister Hamad Hassan bekannt. Die Regierung trat am Montag zwar geschlossen zurück, ist aber bis zur Bildung eines neuen Kabinetts weiterhin geschäftsführend im Amt. Während in Beirut die Aufräumarbeiten noch einige Zeit in Anspruch nehmen werden, soll der Hafen von Tripoli vorübergehend als Hauptumschlagplatz für Waren dienen, die zweitgrößte Stadt des Libanon liegt rund 70 Kilometer von Beirut entfernt. Frankreich hat den Hubschrauberträger Tonnerre mit knapp 700-köpfiger Besatzung und mit Hilfsgütern geschickt. Die Ankunft des Schiffes fiel auf denselben Tag wie ein Besuch der französischen Verteidigungsministerin Florence Parly in Beirut.
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