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Klima-Aktivisten von EU-Gipfel enttäuscht

Trotz aller Warnungen war der EU-Gipfel eine kalte Dusche für Umwelt-Aktivisten. In ihrem Schlußpapier ließen die Staats- und Regierungschefs das Jahr 2050 als Klimaziel fallen - auf Betreiben Polens und andere osteuropäischer Länder. Dieses Ziel findet nur noch Erwähnung in einer Fußnote. Für Klimagruppen ist das der Beweis, dass die EU nichts verstanden habe. Die EU verfolge beim Klima die Strategie eines Business as usual, sagt Franziska Achterberg von Greenpeace. Es werde zuviel auf wirtschaftliche Interessen Rücksicht genommen, auf Wirtschaftswachstum um jeden Preis. Es werde Politik wie 2014 gemacht und nicht auf der Grundlage der Erkenntnisse von 2019. Da die belgischen Abiturienten gerade ihre Prüfungen ablegen, wurden sie auf einer Demo im Brüsseler Europa-Viertel von ihren Großeltern vertreten. Die Politik weltweit habe viel versprochen, aber nichts gehalten. Mittlerweile sei man einem Moment angekommen, an dem Klimaschutz immer mehr koste. Man könne auf Fleisch verzichten und Rad statt Autos fahren, aber solange die Regierungen ihre Politik nicht radikal änderten, werde nichts geschehen.

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