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Maskenpflicht im Winterurlaub: "Après-Ski und Partys sind sicherlich vorbei"

Fast dreieinhalb Kilometer über dem Meeresspiegel und in kristallklarer Luft ist das Coronavirus gedanklich ziemlich weit weg. Im französischen Tignes haben die ersten Skifahrer der Saison den Gletscher Grand Motte erobert. Aber der schöne Schein trügt. Die Coronakrise ist auch in extremer Höhenlage präsent: Stephie Dijkman ist Marketing-Direktorin von Tignes: "Wir sind natürlich in großer Sorge, aber das ist in London oder Amsterdam auch nicht anders. Wir empfehlen Besuchern, sich vor der Anreise testen zu lassen, damit es während des Aufenthalts keinen Ausbruch gibt." Rechtzeitig zum Saisonbeginn fielen iam vergangenen Wochenende in Tignes 15 Zentimeter Neuschne e: "Perfekte Eröffnungsbedingungen" Die Maskenpflicht in Tignes gilt für Skilifte und Shuttle-Busse, aber auch in Geschäften für Skiverleih. Tignes möchte kein zweites Ischgl werden. Der Tiroler Skiort war im Frühjahr einer der größten Corona-Hotspots in Europa. Das hat zu mehreren Gerichtsverfahren geführt. Partys sind sicherlich Vergangenheit Après-Ski in Tignes ist aktuell - etwas uncharmant - strikten Regeln unterworfen. Soziale Distanz ist Trumpf. Das dämpft natürlich die Stimmung. Jean-Michel Bouvier führt ein Restaurant mitten im Skigebiet. Er sagte relativ ernüchtert: "Après-Ski und Partys sind sicherlich Vergangenheit, das ist klar. So lange die Besucher Ski fahren, mit gutem Schnee und einen netten Tag haben, müssen die Leute eben in Jedermanns Sinne die Regeln akzeptieren. Maximal sechs Gäste pro Tisch und Vorsicht am Abend, das ist es auch schon." Doch während die Skifahrer die Abfahrten runterwedeln, schnellen die Infektionszahlen in Frankreich nach oben. Und die Region Auvergne-Rhône-Alpes, in der Tignes liegt, hat eine der landesweit höchsten Coronavirus-Infektionsraten. Tignes verlor 70 Millionen Euro Euronews-Reporter Oliver Whitfield-Miocic bilanzierte in Tignes: "Tignes verlor in diesem Jahr 70 Millionen Euro, als es Anfang März gezwungen war, den Betrieb einzustellen. Fast die Hälfte der Besucher der vergangenen Saison kam aus dem Ausland, aber Reisebeschränkungen und Quarantänen werden Ausländer dieses Mal wahrscheinlich davon abhalten, hierher zu kommen." Rund 10 Millionen Winterurlauber besuchen Frankreich jedes Jahr. Sie sichern normalerweise mehr als 120.000 Arbeitsplätze. Tignes rechnet damit, dass die Buchungen um ein Drittel zurückgehen werden, und prüft die Schließung einiger Liftanlagen, so dass es eventuell kostendeckend arbeiten kann. Die Wintersportorte in Frankreich hoffen im Allgemeinen, dass einheimische Urlauber in die Bresche springen werden. Aber selbst sie werden die zu erwartenden Verluste kaum ausgleichen können.
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