Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Oper Rigoletto ist das #MeToo-Stück bei Bregenzer Festspielen

In Österreich haben die Bregenzer Festspiele begonnen. In diesem Jahr wurde das Festival am Bodensee mit der Oper Rigoletto eröffnet - es ist das erste Mal überhaupt, dass das Stück von Giuseppe Verdi bei den Festspielen aufgeführt wird. Die Intendantin der Bregenzer Festspiele, Elisabeth Sobotka, erklärt die Wichtigkeit des Eröffnungsstücks: "Die Eröffnung ist eine ganz besondere Herausforderung, weil wir versuchen, von all unseren Stücken einen Appetizer auf den Weg zu schicken. Das ist es dann, was es auch in der Konzeption für uns so lustig macht." Das Freilichtamphitheater mit 7.000 Sitzplätzen verfügt über die größte schwimmende Bühne der Welt. Das macht eine Inszenierung nicht immer einfach, sagt der deutsche Regisseur Philipp Stölzl: "Angefangen beim Wasserspiegel, der über den Sommer extrem variiert, der Wellengang, der Wind - die Natur hat natürlich auch eine ganze Menge technischer und sicherheitstechnischer Tücken." Zu Beginn seiner Karriere drehte Stölzl Musikvideos für Künstler, wie Rammstein, Mick Jagger und Madonna. Für ihn passt die Oper Rigoletto aus dem 19. Jahrhundert perfekt in die heutige Zeit: "Der Rigoletto ist schreiend aktuell, das ist das Stück zur #MeToo-Debatte schlechthin. Es geht um Machtmissbrauch, in dem Fall ist es der Fürst, der sich überall das Recht der ersten Macht herausnimmt und alle Frauen um sich herum sexuell für sich in Anspruch nimmt. It's a Man's world, darum geht's eigentlich." Ein weiterer Höhepunkt des Festivals ist die Oper "Don Quichotte" des französischen Komponisten Jules Massenet, die 1910 uraufgeführt wurde. Die Bregenzer Festspiele dauern noch bis zum 27. August.
image beaconimage beaconimage beacon