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USA: Feuerpause im Handelskrieg mit Huawei - Google stoppt Zusammenarbeit

Die USA haben einige Handelsbeschränkungen gegen den chinesischen Telekom-Konzern Huawei wieder aufgehoben – auf Zeit. Das soll Telekommunikationsanbietern, die Huawei-Ausrüstung nutzen, Zeit geben, sich umzuorientieren. Huawei darf nun 90 Tage lang US-Produkte kaufen, um seine bestehenden Netze zu unterhalten und Software-Updates für die existierenden Smartphones bereitzustellen. Allerdings: Das US-Unternehmen Google stoppt vorerst die Zusammenarbeit mit Huawei. Ab sofort gibt es für Huawei-Kunden keine Updates mehr für das Betriebssystem Android , für neue Geräte des Herstellers soll es auch keine Apps für Dienste wie Gmail und keinen Zugang zum Play Store von Google mehr geben („Reuters“). Kunden in Frankreich : „Mobiltelefone sind ja nicht dafür gemacht, lange zu halten. Maximal drei oder vier Jahre - normalerweise sind es zwei, zweieinhalb Jahre, meine ich – wir werden dann umsteigen.“ „Die hätten mich warnen sollen, ich hatte ja keine Ahnung. Aber ich denke nicht, dass sich viel ändern wird. Ich gebe zu, dass ich es lieber im Voraus gewußt hätte, ich habe mir gerade ein Telefon gekauft." WICHTIG FÜR BESITZER VON HUAWEI-SMARTPHONES Wer schon ein Huawei-Gerät besitzt, bekommt wohl auch weiter aktuelle Sicherheitsupdates . An die kommen alle Gerätehersteller ran, weil sie Zugriff auf das Android Open Source Project (AOSP) haben. Google hat versprochen, dass vorhandene Geräte weiter Zugang zum Play Store haben, um Apps herunterzuladen. Auch der Sicherheitsdienst Play Protect , der Android-Nutzer vor bösartigen Apps schützen soll, bleibt für bisher verkaufte Geräte aktiviert. Huawei versprach, weiter Sicherheitsupdates und Updates für seine Smartphones und Tablets bereitzustellen. Für künftige Geräte wird Huawei allerdings keine Google-Lizenz mehr erhalten. Heißt: Wichtige Google Apps (Mail, Karten, App Store, und YouTube) sind nicht mehr vorinstalliert. SCHWARZE LISTE Die US-Regierung hatte Huawei im Handelskrieg mit China auf eine Schwarze Liste gesetzt. US-Präsident Donald Trump wirft Huawei vor, dass China mit seinen Produkten Spionage betreiben könne. Künftig brauchen amerikanische Firmen eine Erlaubnis der Regierung, wenn sie weiter an Huawei liefern wollen. Lieferanten und Kunden von Huawei kämpfen seither mit den Folgen dieser Entscheidung, die Aktien von Chip-Lieferanten gingen in die Knie. Der aktuelle Aufschub gilt jedoch nicht für neue Produkte: Dafür sind weiter Lizenzen nötig. Von den 70 Milliarden Dollar, die Huawei 2018 für den Kauf von Teilen ausgegeben hat, gingen etwa elf Milliarden an US-Firmen, darunter Qualcomm , Intel oder Micron . Huawei-Gründer Ren Zhengfei sagte in chinesischen Staatsmedien, die US-Regierung unterschätze die Fähigkeiten Huaweis: Kein Unternehmen werde in den kommenden zwei bis drei Jahren bei der 5G-Technologie zu Huawei aufschließen. Der Technologiekonzern mit Sitz im chinesischen Shenzhen ist weltweit die Nummer 2 - nach dem südkoreanischen Hersteller Samsung . 2017 hat es 150 Millionen Smartphones verkauft ("Gartner"). Im vergangenen Jahr waren es schon 203 Millionen Geräte. Laut aktuellen Zahlen von IDC ( International Data Corporation ) liegt das Unternehmen mit einem Marktanteil von weltweit 19 Prozent nur noch 4 Prozentpunkte hinter den Südkoreanern. su
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