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16 Festnahmen: Schlag gegen Mafia in Norditalien

16 Festnahmen, darunter ein Mafia-Boss und seine zwei Söhne: Das ist die Bilanz einer Razzia in Brescello. Die Stadt in der norditalienischen Region Emilia-Romagna ist seit Jahren Hochburg der 'Ndrangheta - Italiens mächtigster Mafia. Giovanni Tizian ist Journalist bei "L'Espresso" und 'Ndrangheta-Experte. Er erklärt im Interview mit euronews: "Die von der 'Ndrangheta angebotenen Dienstleistungen waren in Brescello für viele nützlich. Mit Dienstleistungen meine ich den Transport und Handel mit Gütern, Arbeitern, Krediten, gefälschten Rechnungen für Personen, die ihre Steuern nicht zahlen wollen, für jene emilianischen Geschäftsleute, die Steuern hinterziehen. Ich spreche von Aufträgen für den Wiederaufbau nach dem Erdbeben, von Wählerstimmen. Nun, von all diesen Dienstleistungen haben in der Region mehr als nur ein paar Personen profitiert" Unter den Verhafteten befindet sich auch ein Regionalpolitiker. An der großangelegten Razzia waren 300 Ermittler beteiligt. Die 'Ndrangheta stammt urprüngich aus Kalabrien in Süditalien, ist aber längst auch fest im Norden des Landes verankert. Ihr Arm reicht bis nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz.
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