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Bauernproteste in Brüssel gegen Mercosur-Freihandelsabkommen

Eine symbolische Flotte von Traktoren, geparkt in Brüssel. Protestierende Bauern haben von der EU und der belgischen Regierung gefordert, das geplante Handelsabkommen der Europäischen Union mit den Mercosur-Staaten Südamerikas nicht zu unterzeichnen. Die Landwirte fürchten vor allem höhere Fleischimporte nach Europa - und dies vor dem nahenden Brexit. Der Brexit habe einen starken Einfluss auf den Rindfleischsektor, da Irland ein großer europäischer Rindfleisch-Produzent sei, so ein Bauernvertreter. Wo gehe dieses Rindfleisch hin? Nach Großbritannien oder zurück nach Europa? Einmal ratifiziert, umfasst die Freihandelszone die Staaten der EU sowie die des Mercosur: Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay. Der Botschafter Brasiliens bei der EU, Marcos Galvão, lobt die Vorteile des Abkommens für alle Beteiligten: Profitieren würden Industrie und Landwirtschaft auf beiden Seiten. Ein Beispiel sei nur der Weinhandel. Hier hätten Europas Weinbauern Vorteile, weil sie von der Marktöffnung des Mercosurs profitierten. Ratifiziert werden muss das Abkommen vom Europäischen Parlament. Hier gibt es Widerstand bei der Fraktion der Grünen und Linken. Die Produktionsstandards etwa beim Rindfleisch seien in den Mercosur-Ländern nicht dieselben, meint der belgische Links-Abgeordnete Marc Botenga. Auch die Folgen für das Klima seien erheblich, schließlich würden 99 000 Tonnen Fleisch transportiert. Das Ratifizierungsverfahren dürfte lang werden und könnte bis zu drei Jahre dauern.
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