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Bund startet Auktion der G5-Lizenzen

Monatelang wurde in Deutschland über den Aufbau des schnellen Mobilfunknetzes 5G diskutiert - jetzt hat die Bundesnetzagentur die Auktion der dafür nötigen Frequenzenlizenzen eröffnet. Vier Unternehmen buhlen um ein möglichst großes Stück am G5-Kuchen: die Deutsche Telekom, Vodafone, Telefonica (O2) und 1&1 (Drillisch. Die Auktion wird mindestens drei Wochen dauern. Bis Ende 2022 sollen 98 Prozent aller Haushalte versorgt sein Bis Ende 2022 sollen 98 Prozent der Haushalte in jedem Bundesland mit schnellem Internet versorgt sein. Die Auflagen für die Bieter gelten als streng. Die Firmen kritisieren ein enges Auflagenkorsett und die geringe Anzahl der zu vergebenen Frequenzen. Philipp Schindera, Sprecher der Telekom: "Es hätte mehr sein können. Wir reservieren in Deutschland 100 MegaHertz für Industrieanwendungen. Ob es soviel bracht, wird sich zeigen. Andere Länder stellen den Mobilfunkbetreibern mehr Frequenzen zur Verfügung." Andere Länder sind vor allem schneller, die Schweiz und Österreich haben ihre 5G-Frequenzen bereits vergeben. In der Kritik: Mikrowellenstrahlung Kritisch sehen den G5-Aufbau die Demonstranten vor dem Gebäude der Bundesnetzagentur. Gudrun Kaufmann, Demonstrantin: "Wir sind alle sehr besorgt, dass jetzt auch noch 5G kommt und wahrscheinlich in Kürze auch noch 6G, weil diese Mikrowellenstrahlung Krebs erzeugt." Nach Schätzungen von Fachleuten wird der Bund mit der Frequenzauktion drei bis fünf Milliarden Euro einnehmen. Das Geld will der Bund in die Digitalisierung stecken. Huawei-Komponenten beim G5-Aufbau in Deutschland? Im Vorfeld der Vergabe der G5-Lizenzen hatten die USA und die EU vor chinesischer Technologie beim Aufbau des schnellen Mobilfunkstandards gewarnt. Besonders gegen den Hersteller Huawei gibt es derzeit Vorwürfe, er stehe der chinesischen Regierung zu nahe und könnte von Behörden des Landes zur Zusammenarbeit gezwungen werden. Die Bundesregierung hatte angekündigt, dass sie für den Netzausbau die Komponenten kein Unternehmens ausschließen werde. Die Ankündigung strenger Sicherheitsanforderungen für die 5G-Auktion jedoch, hat nun Zweifel daran geweckt, inwieweit Netzbetreiber überhaupt Geräte des chinesischen Unternehmens einsetzen können.

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