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Ex-General warnt vor Nordkorea-Eskalation: „Die Welt muss sich auf das Schlimmste vorbereiten“

Business Insider Deutschland-Logo Business Insider Deutschland 12.01.2018 Stefanie Kemmner

Kim Jong-un et al. posing for a photo: Kim Jong-Un Feier Wasserstoffbombe © Screenshot Twitter @nktpnd Kim Jong-Un Feier Wasserstoffbombe

In den vergangenen Tagen hat es mehrere Anzeichen gegeben, dass Nordkorea offenbar zu Gesprächen bereit ist, um die angespannte Lage zwischen Pjöngjang und dem Rest der Welt zu entspannen.

So ließ sich Nordkorea auf Gespräche mit Südkorea ein und erklärte, zu den Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang im Februar eine hochrangige Delegation mit staatlichen Vertretern und Unterstützern zu schicken. Auch weitere Schritte zur Verbesserung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern seien geplant, erklärten Vertreter beider Regierungen am Dienstag.

Auch in seiner Neujahrsansprache erklärte Kim Jong-un bereits, für Gespräche mit Südkorea offen und für Frieden bereit zu sein. Auch sein westlicher Kleidungsstil bei dem offiziellen Auftritt deutete auf eine veränderte Einstellung hin.

Frieden mit Nordkorea noch weit entfernt

Der ehemalige südkoreanische General, I.B. Chun, warnte nun jedoch vor Nordkorea und erklärte, die Welt müsse sich „auf das Schlimmste vorbereiten“. Wie der „Sydney Morning Herald“ unter Berufung auf das britische Thinktank Policy Exchange berichtet, sagte Chun, er hoffe zwar, dass die Gespräche zwischen Südkorea und Nordkorea zu Frieden führen, aber er glaube, dass „wir noch einen langen Weg vor uns haben“.

Grund für seine eindringliche Warnung ist mit Sicherheit auch, dass Nordkorea nicht bereit war, mit Südkorea über sein Atomwaffenprogramm zu sprechen. Dies sei keine Angelegenheit zwischen den beiden koreanischen Staaten, sagte Nordkoreas Delegationsleiter Ri Son Gwon. Die Waffen seines Landes seien nur auf die USA gerichtet, nicht auf Südkorea, China oder Russland.

Auch hatte US-Präsident Donald Trump auf Kim Jong-uns Drohung, auf seinem Schreibtisch stehe immer ein Atomknopf, ähnlich provokativ reagiert und per Twitter erklärt, sein Atomwaffenknopf sei „größer und mächtiger“ als der des nordkoreanischen Machthabers.

Trump hat Nordkorea aus dem Gleichgewicht gebracht

Chun glaubt, dass genau solche Provokationen Trumps dazu geführt haben, dass Nordkorea Angst vor den USA hat. „Im Moment sind sie wegen Trump ein wenig aus dem Gleichgewicht geraten. Also wegen Trump versuchen sie herauszufinden, ist er wirklich verrückt? Wird er das wirklich tun oder nicht? Trump hat sie aus dem Gleichgewicht gebracht“, sagte er.

Kim Jong-un glaubt er, sei nicht verrückt und gleiche in seinem Temperament einem Diktator wie Adolf Hitler. „Kim Jong-un ist eher wie eine Art Hitler. Nicht, dass er ein Massenmörder oder so etwas in der Art ist — zumindest noch nicht — sondern in seinem Temperament und den Charakteristiken seines Führungsstils“, erklärte er.

„Meine größte Angst ist, dass die Nordkoreaner ihre eigene Propaganda glauben“

Zwar glaubt Chun, dass die USA zusammen mit Südkorea und der Unterstützung anderer westlicher Länder in einem Krieg gegen Nordkorea gewinnen würden, er befürchtet jedoch, dass die Menschen in Nordkorea sich ihrem Machthaber bereits zu sehr unterworfen haben. 

„Meine größte Angst ist, dass die Nordkoreaner ihre eigene Propaganda glauben“, sagte er. Er erklärte weiter, wie mächtig die Kim-Familie in Nordkorea ist und verglich den Versuch, Kim Jong-un abzusetzen mit dem Versuch, Allah in muslimischen Ländern loszuwerden. 

„Wenn wir nach Nordkorea gehen müssen, wird es nicht wie im Irak oder in Afghanistan sein. Es wird nicht das Gleiche sein, wie Hussein loszuwerden. Es wäre mehr so, als würde man versuchen Allah loszuwerden“, erklärte er. „Können Sie sich vorstellen, wie das aussehen würde? Zu versuchen, Allah in Afghanistan oder im Irak zu töten? Kim Jong-un und die Kim-Familie sind ein Kult in Nordkorea.“

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