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Filmfestival Zinemaldia in San Sebastian

Im spanischen San Sebastian findet bis zum nächsten Sonntag das internationale Filmfestival Zinemaldia statt. Achtzehn Filme nehmen am Wettbewerb teil, zwei weitere laufen außer Konkurrenz. Insgesamt werden während des Festivals mehr als zweihundert Filme gezeigt. Stars wie Ken Loach, Javier Bardem, Juliette Binoche und Gael García Bernal werden auf dem roten Teppich erwartet. Die Festival-Organisation hat ihr Engagement für die Gleichberechtigung unter Beweis gestellt: In den Sektionen "Official Selection" und "New Directors" sind mehr Frauen als Männer vertreten. Einer der am meisten erwarteten Filme des Wochenendes war "While At War" von Regisseur und Oscar-Preisträger Alejandro Amenábar. Im dem Historiendrama mit Karra Elejalde und Eduard Fernández geht es um den Beginn und die Umstände des spanischen Bürgerkrieges im Jahr 1936. Im Mittelpunkt steht die kritische Stimme des Dichters Miguel de Unamuno. Miguel de Unamuno ist zerrissen zwischen seiner Unterstützung und der Ablehnung des Militäraufstandes. Er ist eine Schlüsselfigur in der historischen Auseinandersetzung mit José Millán-Astray, dem Gründer der spanischen Fremdenlegion. Der Regisseur hat die moralische Bedeutung seiner Hauptfigur hervorgehoben. Alejandro Amenábar: " Er stellt immer wieder Fragen, nimmt nichts als selbstverständlich hin. Was wir heute in vielen Intellektuellen und Politikern sehen, sind Menschen, die sich nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen. Ich möchte jemanden sehen, der in der Lage ist, sein Land so in Frage zu stellen. Gerade, wenn er das Militär unterstützt, das glaubt, dass es dem Land Ordnung geben wird. Unamuno fragt und kritisiert auf eine so mutige und progressive Weise. Es wäre gut für uns, wenn wir heute ein paar Unamunos in Spanien hätten." Nachdem er gegen Pedro Almodóvars "Dolor y Gloria" im Rennen um Spaniens Präsenz bei den Oscars ausgeschieden war, hatte Alejandro Amenábar beim Festival von San Sebastián seine Revanche.

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