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Görlitz: AfD und CDU ringen um Bürgermeisteramt

In der sächsischen Stadt Görlitz wird heute ein neuer Oberbürgermeister gewählt. Erstmals könnte die Verwaltung der Stadt mit rund 57.000 Einwohnern künftig von einem AfD-Mann geleitet werden. Denn der Kandidat der rechtsnationalen Partei, Sebastian Wippel, ging aus der ersten Wahlrunde als Sieger hervor. „Also, der Zuspruch ist durchaus positiv. Und ich habe mich sehr gefreut über die 36,4 Prozent im ersten Wahlgang. Damit habe ich nicht unbedingt gerechnet", sagt Wippel. „Es wäre ein sehr, sehr großes Signal, ein tolles Signal, ein starkes Signal nach Sachsen rein, wenn wir es hier schaffen, quasi in unserem Wohnzimmer, so kann man es ja sagen - wir haben hier eigentlich immer mit die besten Wahlergebnisse gehabt, auch innerhalb Sachsens - hier den Oberbürgermeister zu stellen“, so der AfD-Mann. Gegenkandidat ist Octavian Ursu von der CDU. Auf den gebürtigen Rumänen entfielen im ersten Wahlgang 30,3 Prozent der Stimmen. Er widerspricht Wippel. Ursu: „Das wäre kein gutes Signal für Görlitz. Sie müssen sich überlegen, die AfD hat im Europawahlkampf immer mit Dexit geworben, mit einem Austritt Deutschlands aus der EU. Wir haben seit 20 Jahren einen Vertrag mit der polnischen Seite, wir nennen uns Europastadt Görlitz/Zgorzelec. Es wäre völlig unglaubwürdig, mit einem AfD-Oberbürgermeister dafür zu werben in Zukunft und das wäre ein Riesenproblem.“ Am 1. September finden in Sachsen Landtagswahlen statt, Umfragen zufolge liefern sich CDU und AfD auch hier ein Kopf-an-Kopf-Rennen.
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