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Geheimer Vorschlag auf G7-Gipfel: Oligarchen wollen sich von westlichen Sanktionen freikaufen

Business Insider Deutschland-Logo Business Insider Deutschland 24.05.2022 Business Insider Deutschland
Die kanadische Finanzministerin Chrystia Freeland hat Anrufe von russischen Oligarchen bekommen. © Bereitgestellt von Business Insider Deutschland Die kanadische Finanzministerin Chrystia Freeland hat Anrufe von russischen Oligarchen bekommen.
Die kanadische Finanzministerin Chrystia Freeland hat Anrufe von russischen Oligarchen bekommen. picture alliance / zumapress.com | Patrick Doyle

Mehrere russische Oligarchen sollen westlichen Politikern vorgeschlagen haben, einen beträchtlichen Teil ihres Vermögens an den Westen abzutreten – wenn der sie im Umkehrschluss von Sanktionslisten streicht. Das berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Teilnehmerkreise des Treffens der G7-Finanzminister im nordrhein-westfälischen Königswinter in der vergangenen Woche.

Dem Bericht zufolge soll es die kanadische Finanzministerin Chrystia Freeland gewesen sein, die von Anrufen von russischen Geschäftsleuten erzählt habe, die zwar den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine selbst kritisch sähen, sich aber wegen drohender Sanktionen des Kremls nicht öffentlich vom Krieg distanzieren wollten.

Das Geld der Oligarchen könne, so der Vorschlag, von dem die kanadische Finanzministerin berichtete, in einen Wiederaufbaufonds für die Ukraine fließen. Laut Informationen des "Handelsblatts" wollen die G7-Regierungen den Vorschlag nun wohlwollend prüfen. Der G7 gehören neben Deutschland auch Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA an. Im Moment hat Deutschland die G7-Präsidentschaft inne.

Finanzminister Lindner weist auf Garantien für Privatvermögen hin

Der Ukraine-Krieg dauert bereits ein Vierteljahr. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuletzt gefordert, Gesetze zu verabschieden, um Vermögenswerte des russischen Staates zu beschlagnahmen und der Ukraine für den Wiederaufbau des Landes zur Verfügung zu stellen.

Finanzminister Christian Lindner (FDP) hatte am Dienstag gesagt, Deutschland sei zwar offen für eine Debatte darüber, beschlagnahmtes russisches Vermögen für den Wiederaufbau der Ukraine zu nutzen. Man müsse aber zwischen Mitteln des Staates – wie etwa der Zentralbank – und privaten Mitteln unterscheiden. "In unserer Verfassung gibt es Garantien für Privatvermögen", sagte der Politiker.

Mit Material der DPA / cm

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