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Harte Worte im EU-Parlament für Boris Johnson

Während das britische Unterhaus eine Zwangspause macht, ist das Europäische Parlament eifrig bei der Arbeit - und mit den Gedanken in London. Eine Brexit-Debatte stand zwar nicht auf der Tagesordnung, doch im Plenum wie auf den Straßburger Fluren kehrten die Abgeordneten immer wieder zum politischen Chaos in Großbritannien zurück. Gesprächsstoff gab es genug am Tag nach dem denkwürdigen Besuch von Premierminister Boris Johnson in Luxemburg Anders wie von Johnson behauptet gibt es offenbar wenig Fortschritte in den Brexit-Gesprächen und wenig Hoffnung und Vertrauen - folgt man Philippe Lamberts, einem Mitglied des einflussreichen Brexit-Lenkungsausschusses des EU-Parlaments. "Ich denke, dass Boris Johnson in den vergangenen Jahren hart daran gearbeitet hat, sich bei den übrigen EU-Staaten unglaubwürdig zu machen. Und er hatte Erfolg. Mission erfüllt." Ein anderes Mitglied des Ausschusses, der Portugiese Pedro Silva Pereira, gab sich etwas konzilianter. "Boris Johnson hat es nicht geschafft, eine arbeitsfähige Alternative zum irischen Backstop vorzulegen. Damit ist eine neue Vereinbarung auf dem nächsten Gipfel nur schwer vorstellbar. Natürlich werden wir einen weiteren Brexit-Aufschub unterstützen, denn dieser scheint die einzige Lösung zu sein, um einen katastrophalen harten Brexit zu vermeiden." Am Mittwoch will das Parlament einen Entschließungsantrag annehmen, der die Bedingungen für einen weiteren Brexit-Aufschub darlegt.

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