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Jean-Claude Van Damme rettet Chihuahua vor der Einschläferung

DER SPIEGEL-Logo DER SPIEGEL 19.10.2020 Felix Keßler

Harte Schale, weicher Kern: Das gilt offenbar auch für Jean-Claude Van Damme. Der Actionstar wünschte sich zum 60. Geburtstag eine Petition zur Rettung eines kleinen Hundes - offenbar mit Erfolg.

© Mick Tsikas/ dpa

Der für Actionfilme mit harten Kampfszenen bekannte Schauspieler Jean-Claude Van Damme hat bekanntermaßen eine weiche Seite für Tiere - und insbesondere für kleine Hunde. Wie unter anderem die Nachrichtenagentur AFP berichtet, hat der Belgier mit dem Spitznamen "The Muscles from Brussels" ("Die Muskeln aus Brüssel") nun das Leben eines drei Monate alten Chihuahuas gerettet.

Van Damme hatte am Wochenende anlässlich seines 60. Geburtstages in den sozialen Medien einen Aufruf gestartet, um die Hundedame Raya vor der Einschläferung zu bewahren. Der belgische Filmstar posierte dafür auch mit seiner eigenen Hündin, ebenfalls ein Chihuahua. "Bitte Norwegen, Bulgarien, alle - unterschreibt eine Petition und fragt die Behörden höflich, ob der Hund in Bulgarien wieder aufgenommen werden darf", appellierte Van Damme.

Von Bulgarien nach Norwegen - und zurück

Das aus Bulgarien stammende Tier war demnach mit falschen Papieren in Norwegen gestrandet. Dort hatten die Behörden dem Besitzer wegen gefälschter Einreisedokumente die Registrierung verweigert und versucht, das Tier zurück nach Bulgarien abzuschieben. Die dort zuständige Behörde verweigerte wiederum unter Berufung auf EU-Regeln zum Transport von lebendigen Tieren eine Rücknahme - Raya drohte der Tod.

Den Berichten zufolge will Bulgarien Raya nun doch wieder zurückzunehmen - obwohl die in der Petition geforderten 15.000 Unterschriften noch nicht erreicht waren. Nach ihrer Ankunft in dem Land soll sie laut AFP ärztlich untersucht und zur Adoption freigegeben werden. Nach den norwegischen Gesetzen hätte Raya demnach ohne Bulgariens Einlenken am Dienstag eingeschläfert werden müssen.

Laut der Tierschutzorganisation Vier Pfoten werden Rassehunde häufig in Mittel- und Osteuropa gezüchtet und in Westeuropa verkauft. Für kriminelle Tierhändler sei das ein "lukratives Geschäft". So sei etwa der Preis für Chihuahuas in Norwegen zehnmal höher als in Bulgarien. Die Organisation forderte striktere Maßnahmen gegen illegale Züchter und Tierhändler.

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