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Missbrauchstreffen der katholischen Kirche will Transparenz schaffen

Seit Jahrzehnten schwelt der Konflikt um Missbrauchsvorwürfe innerhalb der katholischen Kirche. Nun hat Papst Franziskus ab Donnerstag zu einem dreitägigen Spitzentreffen im Vatikan geladen. 190 hochkarätige Geistliche werden erwartet, wie die die Vorsitzenden aller Bischofskonferenzen und Vertreter der römischen Kurie. Das Ziel: die Weichen zu stellen, um sexuellen Missbrauch von Kindern dauerhaft zu verhindern. Erzbischof Charles Scicluna, der im Vorbereitungskomitee der Konferenz sitzt, erklärte: "Ob es sich nun um kriminelle oder böswillige Komplizenschaft und einen Kodex des Schweigens handelt oder um Leugnung - ein Trauma in seinem Anfangszustand - davon müssen wir absehen. Deshalb wird sich der dritte Tag dieses wichtigen Treffens um Transparenz drehen. Es ist notwendig, das Schweigens zu brechen und die Vertuschung zu beenden. Wir müssen uns den Tatsachen stellen - und diese Konfrontation wird uns frei machen." Konkrete Taten - wie eine Änderung des Kirchenrechts oder eine sofortige Entlassung aus dem Priesterstand bei überführten Tätern - dürfen allerdings nicht erwartet werden, denn bindende Beschlüsse können die Teilnehmer auf der Konferenz gar nicht fassen.

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