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"Mutige Entscheidung": Irans geflohener Judoka im euronews-Interview

Der iranische Judoka Saeed Mollaei traut sich nicht in die Heimat zurück. Die Regierung wollte ein drohendes WM-Duell mit einem Israeli verhindern. Der Judo-Weltmeister von 2018 ignorierte die Order aus Teheran und ist nach der WM in Tokio nach Deutschland geflohen. Im Gespräch mit euronews erklärt der 27-Jährige seinen Entschluss. "Vielleicht sehe ich meine Familie nie wieder" Saeed Mollaei: "In Japan traf ich die wichtigste Entscheidung meines Lebens. Vielleicht sehe ich meine Familie nie wieder. Ich weiß, es wird schwer, aber ich habe die Olympischen Spiele durch mein Leben ersetzt". euronews: "Der französische Weltklasse Judoka Teddy Riner schrieb auf Twitter, Sie hätten eine mutige Entscheidung getroffen. Haben sie ihm geantwortet"? Saeed Mollaei: "Ich bin sehr froh, dass mein Idol diesen Tweet gepostet hat. Ich werde ihn bitten, mir zu helfen, um bei den Olympischen Spielen zu glänzen". euronews: "Die Mehrheit der Iraner ist auf Ihrer Seite, in einer Twitter-Umfrage sprachen sich 83 Prozent dafür aus, dass Sie bei den Olympischen Spielen gegen einen iranischen Judoka gewinnen.Was denken Sie darüber"? Saeed Mollaei: "Unsere Leute sind sich der Realität bewusst, aber sie können nicht in Freiheit mitreden. Ich wollte der Welt beweisen, dass Saeed Mollaei frei sein kann. Ich kann der Welt beweisen, dass ich die Macht habe, mutige Entscheidungen zu treffen". euronews: "Es besteht die Möglichkeit einer Konfrontation im olympischen Finale zwischen dem Iran und Israel. Sie könnten Geschichte schreiben". Saeed Mollaei: "Er ist mein Freund und er hat mich sehr unterstützt. Ich umarme ihn und hoffe, dass wir beide Olympiamedaillen gewinnen können. Das Internationale Olympische Komitee erklärte sich gegenüber euronews besorgt über die Ereignisse in Japan und prüft die Möglichkeit, die iranische Nationalmannschaft zu boykottieren. Mollaei bittet die internationalen Sportverbände um Hilfe Dazu sagt Saeed Mollaei: "Ich bitte die Beamten der Sportverbände, des Internationalen Olympischen Komitees und des Judo-Verbandes, iranischen Sportlern zu helfen und sie zu unterstützen, damit sie frei trainieren und sich messen können. Sie sollten auch iranischen Frauen helfen, damit sie Sport treiben und auch sehen können". In Teheran hatte sich eine junge Frau das Leben genommen , nachdem sie verurteilt werden sollte, weil sie sich ein Fu¯ballspiel ansehen wollte.

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