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Nach Giftanschlag: Weiterer russischer Exilant tot in London aufgefunden

Business Insider Deutschland-Logo Business Insider Deutschland 14.03.2018 Kieran Corcoran

a screenshot of a cell phone: Nikolai Glushkov © LinkedIn Nikolai Glushkov

Ein politischer Exilant aus Russland, der einmal davor gewarnt hat, dass er auf der persönlichen Abschussliste von Wladimir Putin stand, ist am Montag in London unter bisher ungeklärten Umständen gestorben.

Nikolai Glushkov (69), wurde am Montag tot in seinem Haus im Südwesten Londons aufgefunden. Die Polizei bestätigte, dass „ein Mann in den Sechzigern“ tot aufgefunden wurde, nannte aber Glushkovs Namen nicht direkt. Die genauen Umstände sind noch nicht klar. Während den laufenden Ermittlungen behandelt die Polizei in London den Tod als „ungeklärt“.

Sein Tod ereignete sich inmitten eines diplomatischen Konflikts zwischen Moskau und London, welcher aufgrund der versuchten Ermordung des Doppelagenten Sergej Skripal Anfang des Monats losbrach.

a car parked on the side of a road: nikolai glushkov clarence avenue new malden wide © Google Maps nikolai glushkov clarence avenue new malden wide

Glushkovs ehemaliger Chef wurde 2013 tot aufgefunden

Glushkov war vor allem als enger Vertrauter des russischen Oligarchen Boris Berezovsky bekannt, der Anfang der 2000er Jahre nach Großbritannien geflohen war, nachdem er sich mit Putin zerstritten hatte. Glushkov, der bei der staatlichen Fluggesellschaft Aeroflot als leitender Angestellter tätig war und auch für Berezovskys Autofirma LogoVAZ arbeitete, folgte Berezovsky und erhielt 2010 Asyl in Großbritannien.

Berezovsky wurde 2013 zu Hause tot aufgefunden. In dem Fall gab es einige Hinweise auf Selbstmord. Gluskhov beharrte jedoch darauf, dass es ein politisch motivierter Mord war. Berezovsky ist einer von 14 Russen, von denen die US-Geheimdienste glauben, dass sie in Großbritannien ermordet wurden. Das berichtet BuzzFeed News.

Glushkov sagte, er sei auf der Abschussliste des Kremls

Die Metropolitan Police sagte, dass sie Anti-Terror-Kräfte eingesetzt habe, um den Tod „wegen der mutmaßlichen Verbindungen [Glushkovs]“ zu untersuchen.  Nicht lange nach Berezovskys Tod sagte Glushkov in einem Interview mit „The Guardian“, dass er auch eine Zielperson sei. Er behauptete, dass Berezovsky und Alexander Litwinenko (ein Doppelagent, der mit Poloniumgift getötet wurde) beide auf einer Abschussliste des Kremls gestanden hätten. Damals sagte er: „Ich bin der einzige, der noch übrig ist.“

Laut der russischen Nachrichtenseite RBK wurde Glushkov des Machtmissbrauchs in einem Finanzskandal bei Aeroflot für schuldig befunden und  im vergangenen Jahr in seiner Abwesenheit wegen Betrugs verurteilt. Er soll angeblich mehr als 100 Millionen Dollar aus dem Unternehmen gestohlen haben.

In einer Erklärung am Dienstagnachmittag sagte die Metropolitan Police, dass ihnen „keine Beweise“ vorlägen, um den Tod mit Skripals Vergiftung in Verbindung zu bringen.

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