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Neue EU-Kommission will Massenarmut stärker bekämpfen

Armut - in Europa sind Millionen von ihr betroffen. Ein größeres Problem als gemeinhin angenommen. Die neue EU-Kommission will es bekämpfen. Vor allem mit neuen Jobs. Alice stammt aus Irland, aus einer Stadt mit hoher Arbeitslosigkeit. In ihrem Stadtteil hat die Wohnungskrise die so genannte "versteckte Obdachlosigkeit" geschaffen: eine Situation, in der drei Generationen unter einem Dach leben müssen. "Ich fühle mich von dem Irland ausgeschlossen, dass in Hochglanzmagazinen dargestellt ist, von der boomenden Wirtschaft und von der glitzernden Mode." Alice nahm jetzt in Brüssel an einer Konferenz über die Armut in Europa teil. 109 Millionen Europäer leben an der Armutsgrenze, am meisten gefährdet sind Frauen, Kinder, Migranten und Alleinerziehende. Ursula von der Leyen will Pläne für Arbeitslosenunterstützung und einen Mindestlohn vorlegen. Doch der künftige EU-Beschäftigungskommissar Nicolas Schmit will noch weiter gehen. "Der Mindestlohn ist eine Sache, aber zugleich müssen wir uns für Arbeitsplätze hoher Qualität stark machen, denn die sind wichtiger als die reine Zahl von Arbeitsplätzen." Experten fordern zudem Unterstützung für Niedriglohn-Arbeiter. “Im Moment ist da in vielen Mitgliedstaaten Fehlanzeige", meint Leo Williams vom Europäischen Anti-Armuts-Netzwerk (EAPN). "Der Niedriglohn liegt auf einem Niveau, das es den Menschen nicht erlaubt, ein würdiges Leben zu führen und sich gesellschaftlich zu beteiligen." Das Ziel der EU, bis zum nächsten Jahr 20 Millionen Menschen aus der Armut zu helfen, wurde nicht erreicht. Dieses Mal soll es klappen.

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