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Norwegen: Polizei hatte Bogenschützen von Kongsberg unter Beobachtung

DER SPIEGEL-Logo DER SPIEGEL 14.10.2021 Henrik Bahlmann

Bei einer Attacke im norwegischen Kongsberg soll ein Mann mehrere Menschen mit Pfeil und Bogen getötet haben. Nun teilt die Polizei mit, dass es Zeichen einer islamistischen Radikalisierung gegeben habe.

© HAKON MOSVOLD LARSEN / EPA

Nach dem tödlichen Angriff in der norwegischen Stadt Kongsberg hat die Polizei mitgeteilt, dass man den mutmaßlichen Täter wegen einer möglichen islamistischen Radikalisierung im Blick gehabt habe. Wie der Polizeipräsident des Distrikts Süd-Ost, Ole Bredrup Sæverud, sagte, sei der Mann zum Islam konvertiert, die Behörden hätten ihn im vergangenen Jahr kontaktiert.

Eine Terrortat wollte Bredrup Sæverud auf der Pressekonferenz nicht ausschließen, man könne noch nichts sagen.

Laut Bredrup Sæverud verfolge man mehrere Spuren. Die erste Meldung bei der Polizei über den Angriff sei um 18.12 Uhr eingegangen, rund eine halbe Stunde später sei der Mann festgenommen worden. Der 37 Jahre alte dänische Staatsbürger wohne schon lange in Norwegen.

Fünf Menschen getötet

Am Mittwoch soll der dringend tatverdächtige Mann zahlreiche Menschen in der norwegischen Stadt Kongsberg mit Pfeil und Bogen angegriffen haben: fünf Menschen wurden getötet, zwei verletzt. Die Staatsanwältin sagte dem norwegischen Sender TV2 bereits vor der Pressekonferenz, dass der Mann die Taten gestanden habe.

Bei der Pressekonferenz wurden auch Angaben zu den Opfern gemacht. Demnach starben vier Frauen und ein Mann. Die Verletzten schwebten nicht in Lebensgefahr, einer der Verletzten sei ein Polizist, der aber privat unterwegs gewesen sei. Auch die Polizei sei von dem Mann mit Pfeilen beschossen worden, konnte ihn aber überwältigen.

Bredrup Sæverud bat die Menschen in Norwegen um Rücksicht in den sozialen Netzwerken. Durch schlimme Videos und Bilder sei viel Angst geschürt worden, das solle aus Respekt vor den Opfern aufhören.

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